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04.06.2011

12:52 Uhr

Karrierefrauen

US-Unis entdecken Frauenquote als Marktlücke

Renommierte Bildungseinrichtungen in den USA reagieren auf die Nachfrage in Unternehmen und entwickeln Seminare für weibliche Führungskräfte. Dabei denken sie global – und entdecken eine neue Chance für Männer.

Frauen in Führungspositionen zu bringen ist auch in den USA ein wichtiges Thema. Quelle: Franz Pflueglhb. com

Frauen in Führungspositionen zu bringen ist auch in den USA ein wichtiges Thema.

New YorkEine Frauenquote ist in den USA undenkbar. „Eine gesetzliche Verpflichtung zu gemeinschaftlichen Verbesserungen ist hier sehr schwer zu erreichen. Davon hält uns unsere individualistische Kultur ab“, sagt Gloria Feldt, Autorin von „No Excuses – 9 Ways Women Can Change How We Think About Power“. Viele ambitionierte Frauen in den USA teilen diese Einschätzung. Sie wären nicht unbedingt gegen eine Quote, halten deren Durchsetzung aber für unrealistisch.

Trotzdem ist sie ein Thema: Wirtschaftsexperten ist nicht entgangen, dass mehrere europäische Länder einen festgelegten Frauenanteil auf der Führungsebene einführen – und sie sehen auch, dass damit eine große Nachfrage nach weiblichen Führungskräften einhergeht, womöglich sogar ein Frauenmangel entsteht. Das hat bereits Auswirkung auf die Universitätsausbildung in den USA.

An der Tuck School of Business at Dartmouth, einer der Top-Wirtschaftshochschulen der USA, begrüßt man den Perspektivwechsel, den die „Women Matter“-Studien von McKinsey angeregt haben: Unternehmen profitieren wirtschaftlich davon, wenn Frauen auf oberster Entscheidungsebene mitmischen.

Bildungseinrichtungen wie Tuck sehen es nun als ihre Aufgabe an, zunächst einmal nachzufragen, woran es denn liegen könnte, dass es zu wenige Frauen auf – und für – Führungspositionen gibt. Um im zweiten Schritt die passenden Programme aufzulegen, die Unternehmen den gewünschten Nachwuchs liefern. So sagt Clark Callahan, Executive Director der Tuck Executive Education at Dartmouth: „Wir sehen den weltweiten Mangel an Frauen in Führungspositionen aus der Perspektive von Pädagogen: Wir arbeiten mit Menschen, die wir High Potential nennen, Talente für das oberste Management.“

Kommentare (4)

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05.06.2011, 12:09 Uhr

Männer sollten viel häufiger in Seminaren und Meetings heulen - das bringt Wirtschaft voran ;-)

RoRo

07.06.2011, 01:19 Uhr

Eine Personal Managerin sollte aber schon wissen wie sich eine Schraube dreht und drehen lässt.

Brian

29.02.2012, 16:32 Uhr

Zu den letzten beien Beitraegen ist nur zu sagen: AUTSCH!

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