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02.09.2013

19:07 Uhr

Kartellamt

Deutsche Wohnen darf GSW übernehmen

Dem Aufbau des neuen deutschen Immobilienriesen Deutsches Wohnen steht wettbewerbsrechtlich nichts mehr im Wege. Das Kartellamt hat die geplante Übernahme von GSW genehmigt. Noch aber ist der Coup nicht perfekt.

Grünes Licht für den Immobilienriesen Deutsches Wohnen: Einer Übernahme des Berliner Immobilienunternehmens GSW steht nichts mehr im Wege. dpa

Grünes Licht für den Immobilienriesen Deutsches Wohnen: Einer Übernahme des Berliner Immobilienunternehmens GSW steht nichts mehr im Wege.

Berlin/BonnDas Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen die geplante Übernahme des Berliner Immobilienunternehmens GSW durch die Deutsche Wohnen AG. Das bestätigte ein Sprecher der Wettbewerbshüter am Montag in Bonn. Damit ist eine wichtige Hürde auf dem Weg zu einer der größten Übernahmen auf dem deutschen Immobilienmarkt genommen.

Das fusionierte Unternehmen wäre mit 148 000 Wohnungen und einem Börsenwert von rund vier Milliarden Euro die neue Nummer zwei unter den privaten Wohnimmobiliengesellschaften in Deutschland hinter der Deutschen Annington und vor der Gagfah-Gruppe.

Die früher landeseigene GSW hat in Berlin knapp 60 000 Wohnungen. Das Unternehmen hatte sich in der vergangenen Woche grundsätzlich offen für einen Zusammenschluss gezeigt. Eine Fusion könne operativ sinnvoll sein, wichtige Aspekte des Übernahmeangebots bedürften aber noch einer Klärung.

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Frankfurt/Main will das Geschäft mit einer Kapitalerhöhung und einem Aktientausch ermöglichen. Dafür müssen bei einer Hauptversammlung Ende September mindestens 75 Prozent der Aktionäre zustimmen. Für 20 Aktien der GSW Immobilien AG bietet Deutsche Wohnen 51 eigene neu auszugebende Papiere. Die Aktien beider Unternehmen sind im Börsenindex MDax notiert.

Laut Berliner Senat müssen die GSW-Mieter keine Nachteile durch eine Übernahme befürchten. Als das Land das Unternehmen 2004 verkaufte, seien Mieterschutzbestimmungen ausgehandelten worden, die weiter Bestand hätten, hatte Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) erklärt. Dagegen hatte der Deutsche Mieterbund vor steigenden Mieten gewarnt.

Von

dpa

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