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05.06.2012

20:51 Uhr

Kathrin Menges

„Mit dem Laptop auf der Parkbank - davon träumt nicht jeder“

VonKatrin Terpitz

Die Generation der „Digital Natives“ geht mit höheren Ansprüchen an die Jobsuche als die ihrer Eltern. Was ältere Firmenchefs oft verstört sieht Henkel-Personalerin Kathrin Menges als Chance für die Unternehmen.

Kathrin Menges ist Personalvorstand von Henkel. Pressebild

Kathrin Menges ist Personalvorstand von Henkel.

Handelsblatt: Über Digital Natives gibt es viele Mythen. Ist die Generation Y wirklich so anders?

Kathrin Menges: Keine Generation lässt sich in eine Schublade stecken. Längst nicht alle aus der Generation Y sind so digital, mobil und vernetzt, wie viele Arbeitgeber vermuten. Mit dem Laptop auf der Parkbank arbeiten - davon träumt nicht jeder Digital Native. Ich erlebe sehr unterschiedliche Typen und Lebensentwürfe.

Erkennen Sie dennoch typische Merkmale von Digital Natives?

Sie wissen genau, was sie können und was sie wollen. Sie sind sehr anspruchsvoll gegenüber Arbeitgebern, verlangen interessante Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten.

Woher kommt diese Anspruchshaltung? Aus dem Wissen, begehrte Mangelware zu sein?

Nicht allein. Die Generation Y wurde zu Selbstbewusstsein erzogen. Viele haben schon als Schüler im Ausland gelebt, Praktika gemacht. Sie haben meist einen viel breiteren Erfahrungshorizont als ihre Eltern früher. Das stärkt das Selbstwertgefühl. Junge Leute haben keinerlei Scheu, gestandenen Managern kritische Fragen zu stellen. Das ist gut so, aber für ältere Generationen zum Teil gewöhnungsbedürftig.

Wie müssen Firmen reagieren?

Arbeitgeber müssen noch viel individueller auf den Einzelnen und seine Interessen eingehen. Sonst verlieren sie die besten Leute.

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