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02.05.2013

14:02 Uhr

Kauf von Xstrata

Rohstoff-Riese Glencore schließt Milliarden-Fusion ab

Nun ist es geschafft: Nach monatelanger Verzögerung schließt der Rohstoffhändler Glencore die Übernahme des Bergbau-Riesen Xstrata ab. Doch Glencore-Chef Glasenberg peilt offenbar schon die nächsten Ziele an.

Endlich vereint: Die Übernahme des Bergbauriesen Xstrata durch den Rohstoffhändler Glencore ist abgeschlossen. Reuters

Endlich vereint: Die Übernahme des Bergbauriesen Xstrata durch den Rohstoffhändler Glencore ist abgeschlossen.

LondonDer Rohstoffkonzern Glencore hat die 30 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Konkurrenten Xstrata abgeschlossen. Dies teilte das in der Schweiz ansässige Unternehmen am Donnerstag mit. Damit ist ein Rohstoffriese mit 100 Bergwerken rund um den Globus, etwa 130.000 Mitarbeitern und einer Ölsparte mit mehr Schiffen als die britische Marine entstanden. Das fusionierte Unternehmen ist der weltweit größte Exporteur von Kraftwerkskohle und der drittgrößte von Kupfer. Die gemeinsamen Aktien starten am Freitag in den Handel. Glencore verspricht sich durch den Zusammenschluss Einsparungen von rund 500 Millionen Dollar.

Vorausgegangenen waren schwierige Verhandlungen. Xstrata wehrte sich lange gegen die Übernahme. Am Ende musste der Kauf mehrmals verschoben werden, weil die Wettbewerbsbehörden in China bei der Genehmigung des Zusammenschlusses auf sich warten ließen.

Die größten Rohstoffkonzerne der Welt

Platz 5

Anglo American

Das südafrikanisch-britische Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit Industrie- und Edelmetallen, Diamanten - und Kohle. Der Konzern machte 2014 insgesamt 20,4 Milliarden Dollar Umsatz. Zu dem Portfolio gehört etwa auch der Diamantenschürfer De Beers. Anglo American ist der größte Platinförderer der Welt.

Quelle: Bloomberg,

Platz 4

Xstrata

Der Minenkonzern Xstrata ist der größte Zinkproduzent der Welt und hat sich mit dem berühmt-berüchtigten Rohstoffhändler Glencore zusammengeschlossen. Xstrata hatte an der Börse einen Wert von 55,1 Milliarden Dollar. Beide Unternehmen aus der Schweiz waren bereits eng verflochten. Glencore hielt rund 34 Prozent an Xstrata.

Platz 3

Vale

Der brasilianische Rohstoffkonzern Vale kommt auf einen Börsenwert von 107,9 Milliarden US-Dollar. Das einstige Staatsunternehmen verzeichnete ein rasantes Wachstum und stieg zum weltweit größten Förderer von Eisenerz auf. Zudem betreibt Vale die weltgrößte Eisenerzmine in Brasilien. In der Ferr Carajas-Mine werden 110 Millionen Tonnen Erz pro Jahr gefördert. Der Grundstoff für die Stahlerzeugung wird über rund 900 Kilometer per Eisenbahn in den nächsten Hafen gefahren.

Platz 2

Rio Tinto

Der britisch-australische Gigant rangiert auf Platz zwei der Eisenerzförderer. Das Traditions-Unternehmen mit zwei Hauptsitzen, in London und Melbourne, kommt auf eine Börsenwert von 111,6 Milliarden Dollar. Zudem betreibt Rio Tinto wichtige Kupferminen, wie etwa in West Australien. Die Anglo-Australier übernahmen sich 2007 fast am Kauf des kanadischen Aluminiumkonzerns Alcan und wurden selbst Ziel eines Übernahmeversuchs durch den Konkurrenten BHP Billiton.

Platz 1

BHP Billiton

Ein echtes Schwergewicht an der Börse mit einer Marktkapitalisierung von 199,7 Milliarden Dollar ist der britisch-australische Gigant BHP Billiton. Das Unternehmen betreibt Eisenerz- und Kupferminen, erweitert aber auch sein Geschäft etwa auf Schiefergasressourcen in den USA.

Bereits jetzt fragen sich viele Experten, welches Unternehmen Glencore-Chef Ivan Glasenberg als nächstes ins Visier nimmt. Erst im März hatte der Konzern betont, dass es weiterhin Firmen gebe, bei denen es sich lohne, genauer hinzuschauen. Es wird spekuliert, dass Glasenberg ein Auge auf den Rivalen Anglo American geworfen haben könnte.

Von

rtr

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