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13.02.2012

15:37 Uhr

Kirch gegen Deutsche Bank

Sieg für das Triumvirat

VonAxel Höpner, Oliver Stock

Dieter Hahn, Peter Gauweiler und Norbert Essing: Drei Männer waren, jeder in seiner Rolle, die treibenden Kräfte hinter der Auseinandersetzung, die der verstorbene Leo Kirch mit der Deutschen Bank ausgefochten hat.

Für Dieter Hahn dürfte sich der Vergleich auszahlen. Reuters

Für Dieter Hahn dürfte sich der Vergleich auszahlen.

München/DüsseldorfDer  Ausdruck vom „Trio Infernale“ hat im Frankfurt in den vergangenen Wochen oft die Runde gemacht, oder das Wort von dem „Triumvirat“ aus München. Wenn Banker, vorwiegend die der deutschen Bank, sich so ausdrückten – dann war allen Zuhörern an Stehtischen, bei Abendessen oder beim Espresso klar, wer gemeint war: Dieter Hahn, Peter Gauweiler und Norbert Essing.  Die drei waren, jeder in seiner Rolle, die treibenden Kräfte hinter der Auseinandersetzung, die Leo Kirch mit der Deutschen Bank ausgefochten hat. Sie waren es, die auch noch nach Kirchs Tod dafür sorgten, dass der Streit nicht mit dem Ableben eines der Widersacher begraben wurde.

Für Dieter Hahn dürfte sich der Vergleich jetzt besonders auszahlen. „Ja, wenn die Deutsche Bank zahlt, werde ich sicher auch persönlich profitieren“, hatte Hahn einmal vor Gericht ausgesagt. Leo Kirch sei ein großzügiger Mensch gewesen. Wenn er zu jemanden Vertrauen gefasst habe, dann ließ er ihn nicht mehr fallen. Und Hahn genoss dieses Vertrauen mehr als viele andere.

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Der Medienmanager galt über lange Jahre als „Kirch-Vize“, für manche war er sogar eine Art Ziehsohn des Medienmoguls. Der hemdsärmelige 50-Jährige aus dem Ruhrpott hatte seine Karriere nach einer Banklehre und Studium beim Springer-Verlag begonnen. Anfang der 90er-Jahre wechselte er zu Kirchs Sportsender DSF – und war fortan der Mann für heikle Fälle. Er sicherte Kirch den Zuschlag für die lukrativen TV-Rechte an Fußball-Weltmeisterschaften und verantwortete den Umbau der Gruppe um das Herzstück Kirch-Media – doch auch dies konnte den Zusammenbruch nicht verhindern.

Hahn ist auch nach dem Zusammenbruch der Kirch-Gruppe unternehmerisch aktiv geblieben. So soll er beim aktuellen Wettbieten um die Fernsehrechte an der Fußball-Bundesliga wieder als Bieter im Hintergrund aktiv sein. Für eine Stellungnahme war er heute nicht erreichbar.

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