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30.11.2011

14:44 Uhr

Klimakonferenz in Durban

Keine Märchen mehr übers Klima!

VonDana Heide

Die Klimakonferenz wird scheitern. Die einzigen, die die Erderwärmung jetzt noch aufhalten können, sind deren Hauptverursacher: die Unternehmen. Doch ernsthafter Klimaschutz wird weh tun. Ein Kommentar

Schuld am Klimawandel sind vor allem die Unternehmen. dpa

Schuld am Klimawandel sind vor allem die Unternehmen.

DüsseldorfIn einer Marktwirtschaft dürfen Regeln und Gesetze erst das letzte Mittel sein, um Unternehmen zu einem bestimmten Handeln zu bringen. Sie sollten zunächst die Chance haben, selbst Gefahren zu erkennen und in ihrem eigenen Interesse freiwillig einzudämmen.

Handelsblatt Online-Redakteurin Dana Heide

Handelsblatt Online-Redakteurin Dana Heide

So versuchte man ihnen die Bedrohung des Klimawandels erstens zu vermitteln und zweitens ihnen Klimaschutz mit Hilfe eines märchenhaften Zauberworts schmackhaft zu machen: Ökoeffizienz. Mit diesem Konzept wird angeblich allen geholfen: Das Unternehmen steigert seine Gewinne, weil es mit weniger kostspieligen Ressourcen, etwa Energie, auskommt und die Umwelt profitiert, weil sie weniger belastet wird, etwa durch Schadstoffe. Friede, Freude, Eierkuchen.

Dass diese Formel nicht funktioniert, ist spätestens jetzt klar. 2010 wurden so viele Treibhausgase ausgestoßen wie noch nie. Auch in Deutschland stieg der Ausstoß der Wirtschaft. Obwohl sich die Unternehmen um Ökoeffizienz bemüht haben.

Klimagipfel Durban

Mit dem Klima-Zug durch Südafrika

Klimagipfel Durban: Südafrika: Ein Zug für den Klimaschutz

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Das Problem des Klimawandels ist, dass er langsam und gemächlich voran schreitet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Wirtschaft und Politik von einprägsamen Schlüsselerlebnissen wachgerüttelt werden, und entschlossener gegen die Erderwärmung vorgehen, ist gering. Die Gefahr des Klimawandels ist und wird immer schwer greifbar bleiben. Niemand weiß, wann, wie und ob ihn die Auswirkungen treffen werden. 

Und das macht es für Unternehmen kurzfristig sogar rational, das Klima weiter zu verschmutzen. 

Kommentare (14)

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Aufklaerer

30.11.2011, 15:08 Uhr

Wie lange müssen wir uns angesichts der weltweiten CO2-Lüge, die es in dieser Ausprägung nur in Deutschland gibt, noch diesen Mist mit den linksgrün naiven Kommentaren antun?

AlexanderBerg

30.11.2011, 15:10 Uhr

Genauer gesagt die insuffizienten und unzeitgemäßen Organisationsstrukturen der Unternehmen; näher beschrieben als wenig wirksame Kommunikations-, Funktions-, Informations- und Prozessmuster. All dies, weil man lernte Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie für alle sicht- und spürbar in Erscheinung treten und so funktionale Strukturen über die Zeit zu altersschwachen Pflegefällen degenerierten, die mit viel Aufwand nun am Leben gehalten werden wollen.

Die Ursache ist die Vorstellung über eine Welt der Teil und Dinge und scheinbar unabhängig voneinander existierender Probleme.

Im Wirklichkeit haben wir es mit dynamisch vernetzten Zusammenhängen und wechselseitigen Abhängigkeiten zu tun, die man nur mit Hilfe systemischen Denkens und Handelns wirksam begegnen kann. Denn dann erkennt man, dass man sich kollektiv nur mit Symptomen beschäftigt hat.

Und das "Neue Denken" lässt sich nicht einfach mal "nebenher reinziehen".

Florian_E

30.11.2011, 15:21 Uhr

Da vor allem der deutsche Journalimus der Political Correctness folgt, gibt es so gut wie keine gut rechererchierten Artikel, sondern vor allem hysterische Panikmache. Immerhin, Dank Internet hat man die Möglichkeit, doch noch eine etwas differenzierte Sichtweise zu bekommen:

http://www.youtube.com/watch?v=xRszuxcyJjg

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