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29.04.2014

19:35 Uhr

Klinik-Konzern

Rhön will Milliarden an Aktionäre zurückgeben

Über einen Aktienrückkauf und das anschließende Einziehen der Papiere will Röhn-Klinikum seinen Aktionären 1,7 Milliarden Euro zukommen lassen. Damit sollen große Anleger die Chance zum kursschonenden Ausstieg erhalten.

Der Schriftzug der Rhön-Klinikum AG: Der Aktienrückkauf soll im November 2014 abgeschlossen sein. dpa

Der Schriftzug der Rhön-Klinikum AG: Der Aktienrückkauf soll im November 2014 abgeschlossen sein.

FrankfurtDer fränkische Klinik-Konzern Rhön-Klinikum will nach dem Verkauf eines Großteils seiner Krankenhäuser 1,7 Milliarden Euro an seine Aktionäre zurückgeben. Dazu will das Unternehmen aus Bad Neustadt an der Saale eigene Aktien für bis zu 1,67 Milliarden Euro zurückkaufen, die anschließend eingezogen werden sollen, wie Rhön am Dienstag mitteilte. Damit erhielten große Anleger eine Gelegenheit zum kursschonenden Ausstieg, erläuterte ein Sprecher.

Daneben soll eine normale Dividende von 25 Cent je Aktie gezahlt werden. Klappt der Aktienrückkauf nicht, sollen stattdessen weitere 12,08 Euro je Aktie als Dividende ausgeschüttet werden. Die Summe entspreche in etwa dem Erlös aus dem Klinik-Verkauf und dem operativen Ergebnis von 2013.

Durch den Verkauf von 43 Kliniken und 15 Versorgungszentren an den Gesundheitskonzern Fresenius schrumpft Rhön, gemessen am Umsatz, um rund zwei Drittel. Der Konzern will sich nun vor allem auf Kliniken konzentrieren, an denen Spitzenmedizin und universitäre Forschung betrieben werden. Die Hauptversammlung am 12. Juni muss über den Rückkauf und die Dividende entscheiden. Dazu reiche eine einfache Mehrheit, erklärte Rhön.

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Der großangelegte Aktienrückkauf soll bis Ende November abgeschlossen sein. Der Kaufpreis für die Papiere darf nicht mehr als sieben Prozent über oder unter 23,54 Euro liegen. Am Dienstag schlossen Rhön-Klinikum im Xetra-Handel mit 23,87 Euro, 1,2 Prozent fester. Mit dem Einzug der zurückgekauften Papiere würde sich das Grundkapital mehr als halbieren.

Nach dem Verkauf der Kliniken war der Machtkampf zwischen Fresenius und den Konkurrenten Asklepios und B. Braun um die Vorherrschaft in der Branche beigelegt worden. Braun und Asklepios hatten sich bei Rhön eingekauft, um die Übernahme des Konzerns durch Fresenius zu vereiteln. Statt das Unternehmen als Ganzes zu kaufen, hatte Fresenius schließlich den Großteil der Krankenhäuser übernommen. Der Eigentümer des Pharma-Lieferanten B. Braun, Ludwig Georg Braun, soll nun in den Aufsichtsrat von Rhön-Klinikum einziehen, wie das Unternehmen mitteilte. Er hält mehr als 15 Prozent der Aktien.

Von

rtr

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