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07.04.2017

16:18 Uhr

Konsumforscher GfK

KKR schickt Pro-Sieben-Chef in den Aufsichtsrat

Der Investor KKR will sich seinen Einfluss im Aufsichtsrat der GfK sichern. Neben Pro-Sieben-Chef Thomas Ebeling werden künftig auch zwei KKR-Manager in dem Kontrollgremium sitzen.

Die GfK ist das größte Marktforschungsinstitut Deutschlands mit Sitz in Nürnberg. dpa

Logo der GfK

Die GfK ist das größte Marktforschungsinstitut Deutschlands mit Sitz in Nürnberg.

NürnbergMit der Entsendung des Pro-Sieben-Sat-1-Chefs Thomas Ebeling (58) und zwei eigenen Managern will der US-Investor KKR künftig seinen Einfluss im GfK-Aufsichtsrat sichern. Neben Ebeling gehörten künftig noch Johannes Huth (56) und Philipp Freise (43) zu den Aufsehern bei dem Marktforschungsunternehmen, teilte die GfK am Freitag mit. Huth verantwortet bei KKR das Geschäft in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika. Freise leitet bei KKR das Investmentteam für Technologien, Medien und Telekommunikation.

Für das Trio mussten die Twitter-Managerin Aliza Knox, der Henkel-Manager Bruno Piacenza und Peter Goldschmidt ihre Plätze im GfK-Aufsichtsrat räumen. Goldschmitt ist seit 2013 für das Nordamerika-Geschäft des Pharmakonzerns Sandoz zuständig.

Das Stühlerücken im GfK-Aufsichtsrat, das noch die GfK-Hauptversammlung bestätigen muss, ist die Folge des KKR-Einstiegs bei dem Marktforscher. Der KKR-Fonds Acceleratio Capital hatte in den vergangenen Wochen rund 40 Prozent der GfK-Anteile erworben. Der US-Investor gilt als Wunschkandidat des Mehrheitseigners GfK-Verein, der bei der GfK-Sanierung auf die Erfahrung von KKR hofft. Mit dem geplanten Hinausdrängen der verbliebenen GfK-Kleinaktionäre könnte die GfK demnächst von der Börse genommen werden.

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