Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.02.2012

17:34 Uhr

Konto bleibt eingefroren

Middelhoff verliert gegen Sal. Oppenheim

Ex-Karstadt-Chef Thomas Middelhoff kommt nicht an sein Geld. Laut Entscheidung des Kölner Oberlandesgerichtes darf die Bank Sal. Oppenheim sein Festgeldkonto weiter einfrieren. Es geht um 23 Millionen Euro.

Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff: Konto gesperrt. dpa

Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff: Konto gesperrt.

KölnEx-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff hat im Streit mit der Bank Sal. Oppenheim um eingefrorene Millionensummen eine Niederlage erlitten. Das Kölner Oberlandesgericht wies eine Beschwerde des 58-Jährigen ab, der über eine einstweilige Verfügung 23 Millionen Euro Festgeld freiklagen wollte. Eine OLG-Sprecherin bestätigte am Montag einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Die Beschwerde sei abgewiesen worden, weil Middelhoff nicht habe glaubhaft machen können, dass für ihn durch das Einfrieren dieses Vermögens eine existenzielle Notlage bestehe.

Sal. Oppenheim hatte dem früheren Arcandor-Vorstandschef hohe Millionenkredite gewährt - und später dessen Festgeld per Pfandrecht eingefroren. Arcandor musste 2009 Insolvenz anmelden. Das Kölner Geldhaus war 2010 nach Milliardenverlusten und Fehlspekulationen an die Deutsche Bank verkauft worden. Middelhoffs Anwalt Winfried Holtermüller sagte der Nachrichtenagentur dpa, sein Mandant habe in dem einstweiligen Verfügungsverfahren 23 Millionen Euro Festgeld und rund 970.000 Euro in Wertpapieren freiklagen wollen.

Beim Hauptsacheverfahren gegen Sal. Oppenheim sei er aber „uneingeschränkt sicher, dass wir vollumfänglich gewinnen“, meinte Holtermüller. Sein Mandant fordere von der einst größten europäischen Privatbank rund 100 Millionen Euro zurück. Derzeit hat der frühere Arcandor-Manager bei Sal. Oppenheim Kredite über mehr als 100 Millionen Euro laufen. „Die Kredite werden weiter bedient, obwohl wir glauben, dass es sich um unwirksame Forderungen handelt“.

Sein Mandant sei „in krimineller Art und Weise“ betrogen und getäuscht worden. Man habe ihm mehrere Fonds zur Zeichnung empfohlen, die als Kapitalanlagen völlig ungeeignet gewesen seien, sagte Holtermüller. Die Klageschrift gegen die Bank und Gesellschaften des Troisdorfer Immobilienentwicklers Josef Esch sei bereits fertig, aber: Middelhoff hoffe auf eine einvernehmliche Regelung, um einen langwierigen Prozess zu vermeiden. Derzeit laufen dem Anwalt zufolge Gespräche mit Sal. Oppenheim. Sollten diese bis Ende März erfolglos sein, werde der Ex-Chef des Arcandor-Konzerns klagen.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

klatschmohn

13.02.2012, 18:06 Uhr

na auf jeden fall hat EXZELLENZ middelhoff ne weile die kredite nich bedient,sonst könnten die SALOPPEN,dies hoffentlich zwischenzeitlich mit ihren pflichten genauer nehmen,nicht auf seine konten zugreifen.

daß middelhoff der alte fuchs in eigener sache von den SALOPPEN übertölpelt worden sein will,is wohl dem umstand geschuldet,daß ihm seine OLLE streß macht,die mit in den fons hängt,sacht zumindest das personal...

TheoLingen

13.02.2012, 18:12 Uhr

ER hat Karstadt systematisch in den Konkurs gelenkt und sich und seine Ehefrau daran bereichert. Dieser sogenannte Vorstandschef war von Anfang an verlogen und unehrlich. Recht so!

Charly

13.02.2012, 18:26 Uhr

"Sein Mandant sei „in krimineller Art und Weise“ betrogen und getäuscht worden."

Ein Krimineller beschwert sich darüber, von anderen Kriminellen beschissen worden zu sein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×