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11.03.2012

15:50 Uhr

Konzernpatriarch

Piëchs Ehefrau soll VW-Aufseherin werden

VW-Konzernpatriarch Ferdinand Piëch stellt vor dem 75. Geburtstag weitere Weichen für sein Erbe: Seine Ehefrau Ursula Piëch soll ins Kontrollgremium des Autobauers gewählt werden. Großaktionäre begrüßen das.

Ursula Piëch mit ihrem Ehemann Ferdinand. dpa

Ursula Piëch mit ihrem Ehemann Ferdinand.

WolfsburgPaukenschlag bei Volkswagen: Die Ehefrau von VW-Patriarch Ferdinand Piëch, Ursula Piëch, soll in den Aufsichtsrat von Europas größtem Autobauer einziehen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Konzernkreisen. Die 55-Jährige solle auf der nächsten VW-Hauptversammlung am 19. April in das Kontrollgremium gewählt werden. Der 74-jährige Piëch, seit 2002 Aufsichtsratschef von VW, kandidiert bei dem Treffen erneut zur Wahl in den Aufsichtsrat und dürfte dann später vom Kontrollgremium als Vorsitzender für weitere fünf Jahre bestätigt werden.

Eine VW-Sprecherin bestätigte die Personalie. Der Aufsichtsrat werde der Hauptversammlung vorschlagen, Frau Piëch in das Kontrollgremium zu wählen. Dies werde entsprechend auf der Tagesordnung stehen, die am Montag veröffentlicht werde. Auch die Großaktionäre reagierten zustimmend auf die Personalie.

Ferdinand Piëch nimmt damit wenige Wochen vor seinem 75. Geburtstag am 17. April eine weitere strategische Weichenstellung für die Regelung seines Erbes vor. Der frühere Vorstandschef ist der entscheidende Mann im VW-Konzern. Mit der Nominierung seiner Ehefrau für den Aufsichtsrat wolle Piëch für Kontinuität sorgen, hieß es in den Kreisen. Ursula Piëch soll im Kontrollgremium auf der Kapitalseite Tui-Chef Michael Frenzel ersetzen, der nicht wieder kandidiert.

Ferdinand Piëch hatte sich bereits um eine langfristige Sicherung seines Erbes gekümmert. Deshalb hatte er in Österreich zwei Privatstiftungen gegründet, auf die er sein Firmenvermögen übertrug. Diese Anteile sollen laut früheren Medienberichten ohne die Zustimmung des familienfremden dreiköpfigen Stiftungsvorstandes und neun der zwölf Erben nicht verkauft werden können. Piëch hatte erklärt, dass er verhindern wolle, dass seine Erben später Teile des Firmenvermögens verkaufen könnten. Vorbild sei die Stiftungsregelung beim Autozulieferer Bosch.

In diesen Stiftungen ist Ursula Piëch bereits die Stellvertreterin ihres Mannes und hat damit eine starke Stellung inne. In ihrer Funktion setze sie sich bereits seit langem kontinuierlich mit den unternehmerischen Beteiligungen auseinander, zu denen unter anderem Aktien an der Porsche SE, dem Mehrheitsaktionär von Volkswagen, gehören, hieß es.

Kommentare (17)

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abzocker

11.03.2012, 15:46 Uhr

Die Bonsse unter sich verteilen die Jobs unter seinesgleichen.
Perfers, 2008 haben sie noch nach Staatshilfen geschriehen.
Sowas an Abschaum gehört nicht in unser Land.

MfG

Account gelöscht!

11.03.2012, 16:00 Uhr

Anonymer Benutzer: Und aus welchem Land kommen Sie?

ortho

11.03.2012, 16:06 Uhr

Meine Güte wie peinlich: "Perfers" - das ist wirklich PERVERS! Nämlich einfach BLÖD-BILD-D....ortho.

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