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14.05.2014

11:49 Uhr

Konzernumbau

Klinikverkäufe befeuern Rhön-Gewinn

Knapp 1,5 Milliarden Euro hat der Klinikbetreiber durch Verkäufe eingenommen. Das macht sich auch im Gewinn bemerkbar. Der Umsatz allerdings bereitet dem Rhön-Klinikum Sorgen.

Das Rhön-Klinikum verzeichnet wegen Verkäufen einen Gewinnsprung. dpa

Das Rhön-Klinikum verzeichnet wegen Verkäufen einen Gewinnsprung.

FrankfurtDer Konzernumbau hat beim Klinikbetreiber Rhön-Klinikum im ersten Quartal tiefe Spuren hinterlassen. Wegen des Verkaufs der Mehrzahl seiner Kliniken an den Gesundheitskonzern Fresenius sprang der Gewinn im Auftaktquartal kräftig nach oben, wie der fränkische Krankenhauskonzern am Mittwoch mitteilte. Eine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Jahr will Rhön weiterhin nicht geben.

„Das neu entstandene Unternehmen wächst auf vielen Ebenen zusammen“, sagte Firmenchef Martin Siebert. Das Unternehmen schrumpft durch den Verkauf gemessen am Umsatz um rund zwei Drittel. Rhön konzentriert sich künftig vor allem auf Kliniken, an denen Spitzenmedizin und universitäre Forschung betrieben werden.

Die Volkskrankheiten der Deutschen

Wirtschaftlicher Schaden

Volkskrankheiten haben nicht nur gesundheitliche sondern auch wirtschaftliche Auswirkungen. Allein im Jahre 2010 waren die Bundesbürger 17,6 Tage im Durchschnitt krankgeschrieben.

Todesursachen

Volkskrankheiten führen nicht zwangsläufig zum Tode. Deshalb ist es wichtig, zwischen Krankheiten und Todesursachen zu unterscheiden. Zu den häufigsten Todesursachen zählen in Deutschland der Herzinfarkt und der Schlaganfall. 42 Prozent der Bundesbürger waren hiervon betroffen.

Krebs

Zu den zweithäufigsten Todesursachen zählt das Krebsleiden mit 35 Prozent. Frauen versterben neben Krebserkrankungen der Verdauungsorgane nicht selten an Brustkrebs. der Darm-und Lungenkrebs ist die häufigste Todesursache bei den männlichen Bundesbürgern.

Depression

Zu den häufigsten Erkrankungen gehört die Depression. Sie belegt den vierten Platz in der Rangliste mit 9,4 Prozent. Unter Depressionen sind unterschiedliche Erkrankungen zu fassen wie beispielsweise Angstzustände.

Burn-out

Unter den Begriff der Depressionen fällt auch das Krankheitsbild des Burn-out Syndroms. Betroffene sind meist körperlich, geistig und emotional erschöpft. Grund für diesen Zustand sind Stress oder berufliche Überbelastung.

Eu-weit belaufen sich die volkswirtschaftlichen Folgekosten auf 20 Milliarden Euro jährlich.

Atemwege

Platz 3 belegen die Atemwegserkrankungen mit 18 Prozent. Mediziner unterscheiden zwischen den oberen und unteren Atemwegen. Zu den Erkrankungen der oberen Atemwege gehören Krankheiten der Nasennebenhöhlen und Kieferhöhlenentzündungen. Die Bronchitis hingegen wird zu den Krankheiten der unteren Atemwege gezählt.

Übergewicht

Gemeinsam mit den Atemwegserkrankungen ist die Fettstoffwechselstörung die dritthäufigste Krankheitsursache in Deutschland. Eine Störung des Stoffwechsels ist das Übergewicht, das auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Laut des Europäischen Statistikamts sind 60 Prozent der Deutschen übergewichtig.

Diabetes

Eine weitere Fettstoffwechselstörung ist die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus. Dabei wird zwischen Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Typ 2 ist auf das Übergewicht zurückzuführen.

Rückenschmerzen

Mit 24,1 Prozent sind die Rückenschmerzen das zweithäufigste Volksleiden der Deutschen. Diese Zahl schlägt sich auch in den Krankheitstagen nieder. 13 Tage lässt sich der Bundesbürger wegen dieser Erkrankung krankschreiben.

Bluthochdruck

25,7 Prozent der deutschen Bundesbürger leiden an Bluthochdruck. Damit belegt diese Erkrankung den ersten Platz. Die Ursachen sind vielfältiger Natur. Außer der genetischen Veranlagung spielen Stress, Bewegungsmangel und ein überhöhter Alkoholkonsum eine wesentliche Rolle. Wird die Erkrankung nicht behandelt, drohen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Rhön-Klinikum verbuchte aus dem Klinikverkauf im ersten Quartal einen Ertrag von rund 1,43 Milliarden Euro. Dadurch schnellte das operative Ergebnis (Ebitda) auf 1,49 Milliarden Euro in die Höhe nach 74,9 Millionen Euro vor Jahresfrist. Der Konzerngewinn kletterte ebenfalls deutlich auf rund 1,4 Milliarden Euro nach 24,3 Millionen Euro. Der Umsatz im Zeitraum Januar bis März ging allerdings um 16,3 Prozent auf 629,5 Millionen Euro zurück.

Das Jahr 2015 soll bei Rhön das erste volle Geschäftsjahr nach der Neuordnung werden. Rhön erwartet dann einen Umsatz von 1,06 bis 1,12 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 145 bis 155 Millionen Euro.

Von

rtr

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