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04.05.2014

20:06 Uhr

Konzernumbau

Siemens will komplette Hierarchieebene abbauen

Der Konzernumbau bei Siemens macht auch vor den obersten Führungsebenen nicht Halt. Künftig soll nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ eine komplette Hierarchieebene wegfallen. Zudem droht weiterer Stellenabbau.

Siemens will im Rahmen des Konzernumbaus auch die Führungsebenen neu gestalten. dpa

Siemens will im Rahmen des Konzernumbaus auch die Führungsebenen neu gestalten.

Der geplante Umbau des Siemens-Konzerns wird auch die Vorstände des Technologiekonzerns treffen. Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, soll eine komplette Hierarchieebene künftig wegfallen, nämlich die der Sektorenchefs.

Das Unternehmen mit Joe Kaeser an der Spitze will sich von der Einteilung des Geschäfts in vier Sektoren mit insgesamt 16 Divisionen verabschieden und stattdessen die Aktivitäten des Konzerns in acht oder neun Divisionen bündeln, sagte eine Insiderin dem Magazin.

Anders als in der Vergangenheit sollen die mächtigen Sektorenvorstände nicht mehr exklusiv für einzelne Geschäftsfelder zuständig sein, sondern sich nur noch im Bedarfsfall um diese kümmern. „Da werden gerade Machtzentren zerschlagen“, so die Insiderin. Kaeser will am Mittwoch die neue Konzernstruktur vorstellen.

Zudem müssen sich die fast 370.000 Siemens-Mitarbeiter auf unangenehme Entscheidungen einstellen. So dürfte es nicht bei der im vergangenen Herbst angekündigten Streichung von 15.000 Stellen bleiben, heißt es in der IG Metall. „Da könnte noch einiges dazukommen“, äußerte sich ein Gewerkschaftsvertreter gegenüber der „Wirtschaftswoche“.

Zusätzliche Jobverluste befürchten die Arbeitnehmervertreter für den Fall einer Zusammenlegung des Bahngeschäfts von Siemens und Alstom. Die IG Metall stellte schon mal klar, dass sie für die 11.500 Beschäftigten der Sparte Jobsicherheit einfordern werde.

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