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19.03.2014

20:52 Uhr

Krim-Krise

Immofinanz warnt vor möglichen Belastungen

Die österreichische Immofinanz besitzt mehrere große Einkaufszentren in Russland – und bereitet ihre Investoren deswegen auf mögliche Belastungen vor. Mittelfristig kann die Schwäche des Rubels zum Problem werden.

Immofinanz in Wien: Es ist noch nicht absehbar, wie sehr der Konflikt die Entwicklung in dem für das Unternehmen besonders wichtigen russischen Markt beeinflusse. Reuters, Sascha Rheker

Immofinanz in Wien: Es ist noch nicht absehbar, wie sehr der Konflikt die Entwicklung in dem für das Unternehmen besonders wichtigen russischen Markt beeinflusse.

WienDie österreichische Immofinanz bereitet ihre Investoren auf mögliche Belastungen durch die Krim-Krise vor. „Wenngleich die Rubelschwäche aus Bewertungsgründen kurzfristig einen positiven Ergebniseinfluss hat, ist sie mittel- und langfristig ein negativer Einflussfaktor auf unser Geschäft in Russland“, erklärte Firmenchef Eduard Zehetner am Mittwochabend.

Es sei derzeit allerdings nicht absehbar, in welchem Ausmaß der Konflikt die Entwicklung in dem für das Unternehmen besonders wichtigen russischen Markt beeinflusse. Die vom Westen angekündigten Sanktionen gegen Russland dürften dessen Wirtschaft nach Einschätzung von Immofinanz nicht in Mitleidenschaft ziehen.

Immofinanz besitzt mehrere große Einkaufszentren in Russland. Nach der für Ende April geplanten Abspaltung der in Österreich und Deutschland tätigen Wohnimmobilientochter Buwog ist das Land mit einem Anteil von künftig einem Viertel am Gesamtportfolio der größte Einzelmarkt für den Konzern.

Ob und inwiefern Immofinanz negative Auswirkungen durch die Krim-Krise zu spüren bekommt, hängt von den Mietern in den großen Einkaufszentren ab. Sollte die russische Währung weiter an Wert verlieren, könnte das einige von ihnen unter Druck bringen, erläuterte Zehetner. Generell seien die Mieteinnahmen an den Euro oder den Dollar gekoppelt und die russischen Immobilien ausschließlich durch russische Banken oder lokale Töchter internationaler Geldhäuser finanziert.

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In den vergangenen Monaten hat die verspätete Inbetriebnahme eines russischen Einkaufszentrums den Konzern belastet: Der operative Gewinn sank in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013/14 (Mai bis Januar) um gut sieben Prozent auf 359 Millionen Euro. Unter dem Strich stand dank positiver Effekte aus der Bewertung von Derivaten allerdings ein sieben Prozent höherer Gewinn von 226 Millionen Euro.

In den kommenden Monaten steht neben der Entwicklung in Russland für das Unternehmen die Abspaltung der Wohnimmobilientochter Buwog im Fokus. Für 20 Immofinanz-Papiere bekommen die Aktionäre je eine Buwog-Aktie geschenkt. Das Unternehmen soll ab 28. April als eigenständige Firma an der Frankfurter Börse notieren.

Von

rtr

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