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21.02.2014

08:04 Uhr

Bankerinnen zurückgedrängt

„Wir haben uns rückwärts bewegt“

Sie ist eine der bekanntesten Frauen an der Wall Street: Sallie Krawcheck, einst Finanzchefin der weltgrößten Bank Citigroup. Sie sagt: In der Krise sind in den Führungsetagen vor allem Männer gefragt.

Die Bankerin und ehemals mächtigste Frau der Wall Street, Sallie Krawcheck, in einem Büro in Manhattan. Kai Nedden für Handelsblatt

Die Bankerin und ehemals mächtigste Frau der Wall Street, Sallie Krawcheck, in einem Büro in Manhattan.

DüsseldorfFrauen an der Wall Street haben mit der Finanzkrise wieder an Boden verloren. Das sagte Sallie Krawcheck, die frühere Managerin bei Bank of America und Citigroup in einem Interview. Die Führungsetagen und Aufsichtsräte hätten Mitarbeiter angestellt, die wie sie selbst aussehen würden.

Die Einstellung unter den männlichen Managern, als das Bankensystem ins Taumeln geriet, war laut Krawcheck: “Ich weiß, dass Vielfalt in der Theorie zu den Geschäftsergebnissen beiträgt. Aber wir sind im Krisen-Modus. Und ich brauche die bestimmte Person, der ich heute vertrauen kann.”

Die 49-Jährige arbeitete einst als Chefin für das Wealth- Management und Finanzchefin bei der New Yorker Citigroup. Später leitete sie das Wealth-Management bei Bank of America mit Sitz in Charlotte, North Carolina.

“Die Analysen zeigen, dass in Phasen von Stress” Manager Leute anstellen, die wie sie selbst aussehen, sagte Krawcheck. “Es ist nicht etwa so, dass wir uns seitwärts bewegt haben - wie in der restlichen amerikanischen Unternehmenswelt. Wir haben uns sogar rückwärts bewegt.”

Krawcheck ist heute Besitzerin von 85 Broads Unlimited LLC, einem Netzwerk, das für Frauen in Führungspositionen wirbt.

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