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25.08.2016

13:52 Uhr

Studie der Page Group

Deutschland ist Diversity-Entwicklungsland

VonCarina Kontio

Diversity wird immer wichtiger am Arbeitsplatz und die Vielfalt innerhalb der Belegschaft, so eine aktuelle Studie, ist viel mehr, als nur Balsam für die Unternehmerseele. Doch was genau bedeutet Diversity eigentlich?

Der Begriff Diversity wird in Deutschland noch sehr diffus wahrgenommen. Zeit, genauer hinzuschauen, was sich dahinter verbirgt. Getty Images

Der Begriff Diversity wird in Deutschland noch sehr diffus wahrgenommen. Zeit, genauer hinzuschauen, was sich dahinter verbirgt.

KölnVielfalt, das zeigt eine aktuelle Diversity-Studie von Page Group, ist für deutsche Unternehmen mehr als nur Balsam für die Unternehmerseele. „Diversity stärkt nicht nur die Unternehmenskultur, sondern treibt auch Arbeitsprozesse voran“, erklärt Goran Barić, Deutschland-Geschäftsführer Personalberatung. „Das ist insofern erstaunlich, weil die positiven Auswirkungen schon klar zu erkennen sind, obwohl der Begriff Diversity in Deutschland noch sehr unklar definiert ist.“

Wer hätte das gedacht – in Deutschland steht Diversity nicht (nur) für Toleranz, Multikultur oder Gender-Themen. Überraschenderweise sind die drei häufigsten Antworten auf die Frage: „Was bedeutet Diversity am Arbeitsplatz für Sie?“ vor allem flexible Arbeitszeitmodelle und Work-Life-Balance-Angebote (66 Prozent) sowie genderspezifische Förderung (57 Prozent) und familienfreundliche Angebote (45 Prozent).

10 Tipps für den perfekten Chef

Ein perfekter Chef macht Fehler

Jeder Mensch macht Fehler, denn Menschen sind nicht perfekt. Durch diese Eigenschaft werden Menschen überhaupt erst liebenswert. Wichtig ist jedoch, dass wir um unsere Fehler wissen und Wege finden, wie diese Fehler behoben werden können. Fehler, richtig verstanden, führen zu einer Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und des Unternehmens.

... ist nicht perfekt

Es ist daher verwunderlich, warum immer noch so viele Chefs meinen, dass sie perfekt sind. Eine solch grobe Selbstüberschätzung führt letztlich zu Arroganz und einem Stillstand an Wachstum (sowohl persönlich als auch unternehmerisch).

... verbessert sich ständig

Darin liegt die Größe eines wirklich „perfekten“ Chefs. Er verwendet die Kenntnis seiner Fehler für die persönliche Weiterentwicklung. Gute Führungspersönlichkeiten meinen nicht, „jemand zu sein“, sondern verstehen sich als „jemand, der wird“ und zwar jeden Tag ein wenig mehr.

... ist Menschenfreund

Eine wesentliche Eigenschaft von „perfekten“ Chefs ist, dass sie Menschen mögen. Viele so genannte Führungskräfte mögen aber nicht einmal sich selbst, geschweige denn andere Menschen. Unter solchen Umständen wird Führung nur schwer möglich sein. Um exzellent zu sein, muss man das, was man tut, lieben. Und um exzellent zu führen, muss man Menschen lieben.

... ist Teamplayer

Der „perfekte“ Chef sagt und meint „Wir!“ und nicht „Ich!“ Er ist ein Teamspieler. Im 21. Jahrhundert werden nur Teams gewinnen und nicht Einzelspieler. Die Mondlandung beispielsweise war auch nicht das Werk eines einzelnen Menschen, sondern das mehrerer tausend Ingenieure, auch wenn die visionäre Kraft eines Wernher von Brauns dahinter stand. Aber er hätte es niemals alleine geschafft.

... fordert Menschen

Der „perfekte“ Chef fordert Menschen heraus. Er will Leistung erleben und regt Menschen an, sie zu erbringen. Dabei orientiert er sich nur ungern am Durchschnitt, sondern an Spitzenleistungen. Der „perfekte“ Chef gibt sich nicht mit dem zweitbesten Ergebnis nicht zufrieden.

... ist fachlich selten der Beste

Von dem Gedanken, stets der Beste in allen Bereichen sein zu wollen, müssen sich Führungspersönlichkeiten trennen. Der „perfekte“ Chef konzentriert sich auf seine Stärken und seine Hauptaufgaben.

... verkörpert Werte

Grundvoraussetzung eines „perfekten“ Chefs sind gelebte Werte, die von allen Mitarbeitern als Führungsgrundsätze empfunden werden. Nur so entsteht das viel geforderte Vertrauen.

... ist wirksam

Letztlich geht es um das wesentliche: Der „perfekte“ Chef be-wirkt, dass Menschen Ziele erreichen. Das Wesen guter Führung ist Wirksamkeit.

... ist offen für andere Wirklichkeiten

Meistens halten wir unsere Meinung für die Wahrheit, basierend auf der Wirklichkeit, wie wir sie empfinden. Häufig entspricht unsere Wirklichkeit jedoch nicht der Realität. Der „perfekte“ Chef setzt sich auf den Stuhl des anderen. Wer durch die Augen anderer sieht, entdeckt eine Fülle von Wirklichkeiten.

Quelle: Perspektive Mittelstand

Obwohl der Begriff Diversity in Deutschland noch sehr diffus wahrgenommen wird, geben bereits 68 Prozent der Befragten an, dass Diversity ihre Verweildauer im Unternehmen beeinflusst. Rund 73 Prozent sagen sogar, dass Diversity durchaus ein Kriterium bei der Bewerbung auf einen neuen Job darstellt. „Diversity wird als durchaus wichtig wahrgenommen und immer in Verbindung mit einer Verbesserung des Arbeitsumfeldes gebracht“, sagt Barić.

Laut der Studie stärkt Diversity die Arbeitsmoral der Mitarbeiter und intensiviert deren Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen. Eine Investition, die sich also auch wirtschaftlich auszahlen wird, auch wenn die Effekte vorerst auf einer emotionalen Ebene der Mitarbeiter festzustellen sind.

Aber auch die, so heißt es in der Studie, werden schließlich auch positiven Einfluss auf deren Arbeitsperformance haben. „Jeder Mensch bringt ein einzigartiges Set an Ideen und Fähigkeiten mit ins Unternehmen. Die Studie bestätigt, dass eine aktive Förderung von Vielfalt bessere Zusammenarbeit und produktivere Teams schafft“, so Barić. Interessanterweise wird Diversity bei einem potentiellen neuen Arbeitgeber vordergründig durch persönlichen Kontakt wahrgenommen: Die Befragten nannten hauptsächlich Vorstellungsgespräche (53 Prozent) sowie den ersten persönlichen Kontakt (46 Prozent) mit dem Ansprechpartner des Unternehmens oder den ersten Eindruck des Arbeitsplatzes (43 Prozent) als Quelle.

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