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20.03.2014

08:45 Uhr

VdU-Umfrage

Unternehmerinnen achten mehr auf Sicherheit

Frauen an der Spitze sehen sich einer Umfrage zufolge im Vergleich zu männlichen Kollegen als sozialer und strategischer. Vor allem bei Investitionen sind sie mehr auf Sicherheit bedacht.

Frauen an der Unternehmensspitze investieren anders und achten auf mehr Sicherheit. dpa

Frauen an der Unternehmensspitze investieren anders und achten auf mehr Sicherheit.

DüsseldorfUnternehmerinnen achten nach eigener Einschätzung bei ihren Investitionen mehr auf Sicherheit und zeigen eine stärkere soziale Verantwortung. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU) zeigten sich 69 Prozent der Befragten davon überzeugt.

Gestützt wurde diese Einschätzung von einer parallelen Umfrage unter 200 Entscheidern aus dem Mittelstand. 87 Prozent der Frauen gaben an, ohne detaillierte Planung sei kein unternehmerisches Handeln möglich. 84 Prozent sagten, sie würden auf Gewinn verzichten, wenn dadurch Arbeitsplätze gesichert würden.

„Unternehmerinnen und Entscheider aus dem Mittelstand sind sich darin einig, dass es eine Art 'weibliches Investitionsverhalten' gibt“, sagte VdU-Präsidentin Stephanie Bschorr: „Frauen achten mehr auf Sicherheit, setzen stark auf strategische Planung und haben stärker die soziale Verantwortung im Blick.“ In der in Kooperation mit der Deutschen Bank erstellten Umfrage gaben 86 Prozent der Unternehmerinnen an, sich bewusst für eine Selbstständigkeit entschieden zu haben. Nur eine Minderheit von 38 Prozent kann sich vorstellen, als Managerin in einem Großunternehmen zu arbeiten.

Die Arbeitgeberinnen blicken außerdem optimistisch in die Zukunft: so rechnen 56 Prozent von ihnen für die kommenden sechs Monate mit einer besseren wirtschaftlichen Lage in ihrem Unternehmen, lediglich sechs Prozent befürchten schlechtere Geschäfte. Für die deutsche Wirtschaft insgesamt gehen 33 Prozent der Unternehmerinnen von einem Aufschwung aus, nur jede zehnte erwartet eine negative Entwicklung. Damit hat sich die Zuversicht der Arbeitgeberinnen im Vergleich zur vorangegangenen Umfrage aus dem Jahr 2013 noch vergrößert.

Als Konsequenz planen knapp 70 Prozent der Arbeitgeberinnen, innerhalb der nächsten zwölf Monate in das eigene Unternehmen zu investieren (2013: 63 Prozent). Von der Großen Koalition erwarten die Befragten dafür jedoch keinen Rückenwind. Nur jede Zwanzigste glaubt, dass sich die Investitionsbedingungen unter der neuen Bundesregierung verbessern werden. Dagegen rechnen 36 Prozent mit einer Verschlechterung. Als größte Hemmnisse für Investitionen sehen die Unternehmerinnen bürokratische Vorschriften (62 Prozent), gefolgt von der Abgaben- und Steuerlast (49 Prozent) und der Unberechenbarkeit in der Wirtschafts- und Finanzpolitik (34 Prozent). Keine Rolle spielt dagegen der Mindestlohn (6 Prozent).

Die Umfrage wird jährlich vom VdU und der Deutschen Bank erhoben. Die Mitglieder des VdU erwirtschaften nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von 85 Milliarden Euro und beschäftigen rund 500.000 Mitarbeiter.

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Von

ck

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