Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.05.2016

13:55 Uhr

Betriebliche Altersversorgung

Schweden ist das Vorbild

VonFlorian Flicke

Geld für die Pension: Auf der betrieblichen Altersversorgung ruhen große Hoffnungen. Doch viele Unternehmen haben Vorbehalte. Schweden zeigt, mal wieder, wie es wirklich geht – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Nahezu alle Beschäftigten haben in Schweden eine betriebliche Altersvorsorge Reuters

Scania-Produktion

Nahezu alle Beschäftigten haben in Schweden eine betriebliche Altersvorsorge

DüsseldorfDie Tücke von Zahlen besteht in den unterschiedlichen Möglichkeiten, sie zu deuten. Wer es gut meint mit dem Modell der betrieblichen Altersversorgung (bAV), der verweist auf den bemerkenswerten Anstieg ihres Verbreitungsgrads in den vergangenen Jahren.

Der Durchdringungsgrad mit einem der fünf möglichen Alternativen der bAV – Direktversicherung, Pensionskasse, Direktzusage, Unterstützungskasse oder Pensionsfonds – liegt nach den jüngsten Erhebungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hierzulande bei knapp 60 Prozent.

2001, im Jahr vor der Einführung des Rechtsanspruchs der Beschäftigten auf Entgeltumwandlung, betrug die Durchdringungsquote der zweiten Säule der Altersvorsorge kaum 49 Prozent.

Auf diese Klauseln sollten Sie beim Leasing achten

Bearbeitungsgebühren

Der Unternehmer sollte sich den Effektivzins der Finanzierung ausrechnen lassen -- und mehrere Angebote miteinander vergleichen. Im Optimalfall kontaktieren Unternehmer Hersteller, Banken und Leasinggesellschaften. Bearbeitungsgebühren oder vierteljährliche Vorauszahlungen gehen oft zusätzlich ins Geld.

(Quelle: Creditreform-Magazin.de)

Hersteller

Clevere Unternehmer wenden sich im ersten Schritt an den Hersteller und klären die Einzelheiten des Kaufvertrags vorab. So haben sie gleich ein Angebot in der Hand, aus dem sich die genauen Angaben zum Objekt ergeben. Das wiederum braucht die Leasinggesellschaft. Und sie erfahren, ob der Leasinggeber mit dem Hersteller eventuell kürzere Gewährleistungsfristen vereinbart hat - zum Nachteil des Leasingnehmers.

Nutzungsänderungen

Hier ist Vorsicht geboten, zum Beispiel beim Firmenwagen. Werden mehr Kilometer gefahren als vertraglich vereinbart, kann es teuer werden. Clevere Unternehmer überlegen vorab, wie sie das Objekt nutzen wollen. Im Zweifel frühzeitig den Anbieter kontaktieren und den Vertrag anpassen.

Nutzungsdauer

Die Laufzeit des Vertrags sollte maximal der Dauer der Nutzung entsprechen - andernfalls zahlt die Firma die Raten weiter, obwohl das Objekt nicht mehr zur Wertschöpfung beiträgt. Zu unterscheiden sind die unkündbare Grundlaufzeit von 40 bis 90 Prozent der AfA, falls der Leasinggeber das Wirtschaftsgut bilanziert, und die vereinbarte nutzungsabhängige Laufzeit.

Reparaturen

Das Leasingobjekt gehört der Gesellschaft oder der Bank - entsprechende Vorgaben bei Reparaturen sind zu beachten. Der Unternehmer sollte die Details seines Vertrags genau prüfen.

Steuern

In jedem Fall sollte der Firmenchef vor Vertragsabschluss die steuerlichen Aspekte mit einem erfahrenen Berater erörtern. Wer zum Beispiel den Investitionsabzugsbetrag nutzt, muss diesen beim Leasing später wieder gewinnerhöhend auflösen. Der Vertrag sollte so gestaltet sein, dass die Leasingraten als Betriebsausgaben absetzbar sind.

Zinsanpassung

In der Regel haben die Gesellschaften bei langfristigen Verträgen die Option, den Zins bei Veränderungen am Markt anzupassen. Es sollte klar nachvollziehbar und transparent sein, wann das erfolgen darf.

Wer die bAV kritischer sieht, der vergleicht die aktuell erreichten rund 60 Prozent Durchdringungsquote in Deutschland mit dem Wert anderer Staaten. Schweden, die Niederlande oder Australien schaffen es je auf mehr als 90 Prozent, hat Versicherer Zurich ermittelt.

Andrea Nahles, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, gehört zu jenen, denen die 60-Prozent-Marke viel zu gering erscheint. Seit Herbst 2014 geistert daher das Modell der „Nahles-Tarifrente“ durch das wirtschaftspolitische Berlin. Mit ihm will die SPD-Politikerin der müden bAV-Quote Beine machen: Aus der bAV-Option soll eine Pflicht werden. Zudem sollen Arbeitergeberverbände und Gewerkschaften die korporatistischen Megatariffonds managen.

Der Nahles-Plan hat die Versicherungsbranche aufgeschreckt. Gerade kleinere Anbieter fürchten, dass die wenigen Platzhirsche das bAV-Geschäft unter sich aufteilen werden. Auch Gewerkschaften und Arbeitgeber reagieren zurückhaltend bis abweisend. Während die Arbeitnehmerorganisationen die Chefs gleich zur Einzahlungspflicht verdonnern möchten, befürchtet Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber, dass die Tariffonds der Sargnagel für die bestehenden fünf bAV-Optionen sein würden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×