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26.04.2013

09:56 Uhr

Deutsche-Leasing-Chef Ostermann

„Leasinggesellschaften passen gut in die Zeit“

VonElisabeth Atzler

Vor allem das klare Geschäftsmodell ist es, was Kunden am Leasing so anziehend finden. Kai Ostermann, Chef der Deutsche Leasing, spricht über Chancen und Risiken der Branche – und über die Gefahr der Niedrigzinsphase.

Kai Ostermann ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing AG. pressebild

Kai Ostermann ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing AG.

Herr Ostermann, wie gehen Leasingfirmen mit der Niedrigzinsphase um? Den Banken machen die derzeit geringen Zinsen zu schaffen.
Die Niedrigzinsphase ist positiv für unsere Kunden. Das macht Investitionen günstiger und erleichtert sie deshalb. Niedrige Zinsen wirken sich zudem günstig auf die Refinanzierungskosten der Leasinggesellschaften aus. Allerdings sind niedrige Zinsen auch ein Zeichen dafür, dass es mit der Weltwirtschaft nicht zum Besten bestellt ist — und das kann sich negativ auf die Investitionen der Unternehmen auswirken und damit auch auf unser Geschäft.

Niedrige Zinsen haben keine Bedeutung für Ihr Geschäftsmodell?
Das ist so. Wir nehmen zu den aktuellen Konditionen Geld am Kapitalmarkt auf und berechnen die Leasingraten auch laufend auf Basis aktueller Zinssätze.

Wegmarken zum Erfolg

1962 ...

... werden die Deutsche Leasing GmbH und die Maschinen Miete GmbH gegründet.

1965

Erstmals steigt eine Bank ins Leasinggeschäft ein.

1971

Deutsche Leasing GmbH, Maschinen Miete GmbH und Mietdienst fusionieren zur Deutsche Leasing AG.

1980er Jahre

Der Siegeszug des Fahrzeugleasings beginnt.

2006

Das Leasingneugeschäft steigt erstmals über die Marke von 50 Milliarden Euro.

2009

Die Finanzkrise trifft die Branche hart; das Neugeschäft sinkt um mehr als 20 Prozent.

Wo sehen Sie derzeit die größten Chancen für die Branche?
Leasinggesellschaften passen gut in die Zeit. Kunden schätzen das klare, einfache Geschäftsmodell, das sich am Investitionsobjekt orientiert. Wir sind per se sehr nah an der Realwirtschaft und bewegen uns stark im deutschen Mittelstand. Deshalb hat die Branche gute Chancen, neue Kunden zu gewinnen und mehr Geschäft mit bestehenden Kunden zu machen.

Und welche Risiken gibt es derzeit Ihrer Meinung nach?
Risiken entstehen durch die fragile wirtschaftliche Lage. Unverändert ist die Schuldenkrise nicht gelöst. Sollte die Unsicherheit anhalten oder sollten neue Krisenherde entstehen, wird dies für das Investitionsverhalten der Unternehmen nicht ohne Folgen bleiben.

Wie schätzen Sie die Aussichten für die Deutsche Leasing 2013 ein?
Es bleibt unverändert sehr schwer, das einzuschätzen. Bisher liegen wir in etwa auf dem Vorjahresniveau, aber mit Blick auf die geschilderten Unwägbarkeiten ist die weitere Entwicklung kaum vorherzusagen.

Sie haben überlegt, Ihr Auslandsnetz auf Indien auszuweiten. Wie weit sind Sie mit Ihren Plänen?
Unser Auslandsnetz ist kein Selbstzweck. Wir begleiten deutsche Unternehmen in Länder, die für sie interessant sind. Meist geht es dabei um Exporte, aber auch Direktinvestitionen im Ausland. Wir folgen somit den Handels- und Investitionsströmen des deutschen Mittelstands. Mit unserem Auslandsnetz in 22 Ländern fühlen wir uns aktuell sehr gut aufgestellt. Bei der Frage, ob wir in ein neues Land gehen oder nicht, spielen auch steuerliche, rechtliche und kulturelle Unterschiede eine Rolle.

Die beliebtesten Dienstwagen des Jahres

Der Test

Bei Europas größtem Praxis-Vergleichstest "Firmenauto des Jahres" dominierten 2012 Dieselfahrzeuge. 250 Fuhrpark-Manager testeten für die Zeitschrift "Firmenauto" und die Prüfgesellschaft Dekra 66 Modelle in neun Kategorien und legten dabei an zwei Tagen in 66 Fahreugen rund 30.000 Testkilometer zurück. Jede Kategorie teilt sich in Import- und Gesamtwertung. Bei den kleinen Vans gab es mangels mehrerer Import-Modelle nur einen Gesamtsieger. Die Sieger im Überblick ...

Minicars

Somit siegten 17 verschiedene Modelle, darunter 13 Diesel, zwei Benziner und jeweils ein Diesel-Hybrid und Elektroauto. Die Dominanz der Selbstzünder resultiert aus der Tatsache, dass die Tester neben Fahrverhalten und Komfort insbesondere die Wirtschaftlichkeit der Autos bewerteten.

In den beiden Kategorien Minicars und Kleinwagen sind allerdings die Benziner vorne. Der Fiat 500 0.9 Twin Air wurde bestes Import-Minicar, den Gesamtsieg sicherte sich, als einziges Elektroauto, der Smart Fortwo Electric-Drive.

Elektro

In den beiden Kategorien Minicars und Kleinwagen liegen die Benziner vorne. Der Fiat 500 0.9 Twin Air wurde bestes Import-Minicar, den Gesamtsieg sicherte sich, als einziges Elektroauto, der Smart Fortwo Electric-Drive.

Kleinwagen

Bei den Kleinwagen gewann der Peugeot 208 e-HDI 92 die Import- und der Audi A1 Sportback 1.4 TFSI die Gesamtwertung.

Obere Mittelklasse

Die Gesamtwertung in der oberen Mittelklasse entschied mit dem Mercedes E300 Bluetec Hybrid T-Modell, das einzige Fahrzeug mit Diesel-Hybrid-Antrieb, für sich, die Importwertung ging an den Jaguar XF.

Mittelklasse

Mittelklasse: Während der Gesamtsieg an den Mercedes E 300 Bluetec Hybrid T-Modell ging, fuhr der Jaguar XF 2.2 Diesel in der Importwertung die besten Noten ein.

Mittelklasse-Kombi

Nur ein Fahrzeug von asiatischen Herstellern schaffte den Sprung aufs Siegertreppchen. Der Hyundai i40 cw 1.7 CRDI lag bei der Importwertung in der Mittelklasse vorne, der Gesamtsieg ging an den BMW 320d.

Der Mittelklassekombi i40cw feierte seinen Marktstart in Deutschland im September 2011 und wurde seither, gemeinsam mit der Limousine i40, die im Februar 2012 die Modellreihe ergänzte, rund 5.000 Mal verkauft. Beide Fahrzeuge entstanden im europäischen Forschungs-, Entwicklungs- und Designzentrum von Hyundai in Rüsselsheim unter der Federführung von Chefdesigner Thomas Bürkle. Mit einem Gepäckraumvolumen von 553 bis 1.719 Litern gehört der Kombi zu den geräumigsten Fahrzeugen seiner Klasse. Für beide Modellvarianten bietet Hyundai spezielle Business-Pakete an, die für zusätzlichen Komfort bei Vielfahrern sorgen. Der i40cw 1.7 CRDi ist erhältlich ab einem Bruttopreis von 24.990 Euro (23.352 Euro netto).

Importwertung

Der Hyundai i40 lag bei der Importwertung in der Mittelklasse vorne, der Gesamtsieg ging an den BMW 320d.

Innovationspreis

Immerhin gewann Mazda für seine „Skyactive-Technologie“, die konsequenten Leichtbau und eine Optimierung der Verbrennungsmotoren propagiert, den Innovationspreis.

Kleine SUV

In den Klassen SUV und Vans vergaben die Tester jeweils einen Preis für kompakte und große Fahrzeuge. Bei den kleinen SUV gewannen Volvo XC60 D5 AWD und BMW X3 xDrive 20d, bei den großen SUV ...

Kompakte SUV

Kleine und kompakte SUV: Der gesamtsieg geht an den BMW X3 xDrive 20d, der Volvo XC 60 D5 AWD führt 2012 die Importwertung in dieser Klasse bei den Fuhrpark-Managern an.

Große SUV

Bei den großen SUV siegten der Range Rover Sport SD V6 und der Porsche Cayenne Diesel.

Kompaktwagen

Der Sieg in der Klasse der Kompakten ging an den Volkswagen-Konzern, die Importwertung gewann Skoda mit dem Octavia Combi in der Ausführung 1.6 TDI Greentect, die Gesamtwertung gewann in diesem Jahr in dieser Klasse Audi mit dem A3 Sportback, ebenfalls mit 1.6 TDI-Motorisierung.

Kompakt Vans

Die einzige Wertung bei den Kompakt-Vans entschied der Mercedes B 180 CDI für sich.

Maxi-Vans

Die besten Maxi-Vans waren der Seat Alhambra und der VW Sharan, beide mit der Motorisierung 2.0 TDI.

Die Teilnehmer

An der Wahl nahmen 2.732 Fuhrparkprofis teil. Neben Fahrzeugherstellern, Leasinggesellschaften und Versicherungen stellten sich auch Tankkartenanbieter, Werkstätten und Reifenhersteller der Wahl. Gewürdigt wurden Unternehmen, die sich erfolgreich im Flottenmarkt engagieren, überdurchschnittliche Qualität liefern, sich großer Sympathie erfreuen oder besonders kundenorientiert arbeiten.

Die besten Marken

Als „Die besten Marken“ wurden ausgezeichnet: Audi für guten Service für Flottenkunden; Volkswagen Leasing, CPM Car Professional Management, Europcar, Volkswagen als umweltfreundlichste Marke, Continental, Vergölst für den Reifeservice, Aral für die Tankkarten, Allianz, A.T.U. als freie Werkstätten und als Pkw-Börse autoscpout24.de.

Kommen für Sie auch Übernahmen in Deutschland infrage?
Wenn wir uns in Spezialsegmenten verstärken, schon. Nehmen Sie als aktuelle Beispiele die Übernahme der Universal Factoring von der WestLB oder die Transaktion mit der Hannover Leasing Automotive. Wir suchen nicht nach Akquisitionsmöglichkeiten, sondern wollen in erster Linie organisch wachsen. Wenn sich dennoch eine gute Gelegenheit bietet oder wir über einen Zukauf in eine Nische vorstoßen können, tun wir das auch.

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