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03.05.2016

13:23 Uhr

Einblick

Direktlösung bleibt die erste Wahl

VonFlorian Flicke

Modell mit Zukunft: Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist die Hoffnung der Politik. Unternehmer sehen darin indes ein Instrument, das ihre Entscheidungsfreiheit beschneidet. Die Direktversicherung bleibt beliebt.

Seit 2002 haben Deutschlands Arbeitnehmer Anspruch auf die betriebliche Altersvorsorge. Sie wird allerdings nur selten genutzt. obs

Betriebliche Altersvorsorge

Seit 2002 haben Deutschlands Arbeitnehmer Anspruch auf die betriebliche Altersvorsorge. Sie wird allerdings nur selten genutzt.

DüsseldorfSeit 2002 haben Deutschlands Arbeitnehmer Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung (bAV). Zwar können sie nicht verlangen, dass ihnen ihr Chef was fürs Ruhepolster dazugibt. Doch immerhin dürfen sie darauf pochen, dass Teile ihres Bruttogehalts im Rahmen der steueroptimierten Entgeltumwandlung als Rentengroschen zurückgelegt werden.

2015 können Arbeitnehmer im Westen der Republik bis zu 2.904 Euro steuer- und sozialabgabenfrei in eine bAV einzahlen, im Osten sind es 2.496 Euro jährlich. Über die Direktversicherung und den Pensionsfonds können Beschäftigte weitere 1.800 Euro steuerfrei umwandeln.

Besteuert wird das Geld erst in der Auszahlungsphase, wenn die persönlichen Steuersätze meist deutlich niedriger ausfallen als zu aktiven Erwerbszeiten. Besonders beliebt ist ob ihrer Schlichtheit die Direktversicherung.

Auf diese Klauseln sollten Sie beim Leasing achten

Bearbeitungsgebühren

Der Unternehmer sollte sich den Effektivzins der Finanzierung ausrechnen lassen -- und mehrere Angebote miteinander vergleichen. Im Optimalfall kontaktieren Unternehmer Hersteller, Banken und Leasinggesellschaften. Bearbeitungsgebühren oder vierteljährliche Vorauszahlungen gehen oft zusätzlich ins Geld.

(Quelle: Creditreform-Magazin.de)

Hersteller

Clevere Unternehmer wenden sich im ersten Schritt an den Hersteller und klären die Einzelheiten des Kaufvertrags vorab. So haben sie gleich ein Angebot in der Hand, aus dem sich die genauen Angaben zum Objekt ergeben. Das wiederum braucht die Leasinggesellschaft. Und sie erfahren, ob der Leasinggeber mit dem Hersteller eventuell kürzere Gewährleistungsfristen vereinbart hat - zum Nachteil des Leasingnehmers.

Nutzungsänderungen

Hier ist Vorsicht geboten, zum Beispiel beim Firmenwagen. Werden mehr Kilometer gefahren als vertraglich vereinbart, kann es teuer werden. Clevere Unternehmer überlegen vorab, wie sie das Objekt nutzen wollen. Im Zweifel frühzeitig den Anbieter kontaktieren und den Vertrag anpassen.

Nutzungsdauer

Die Laufzeit des Vertrags sollte maximal der Dauer der Nutzung entsprechen - andernfalls zahlt die Firma die Raten weiter, obwohl das Objekt nicht mehr zur Wertschöpfung beiträgt. Zu unterscheiden sind die unkündbare Grundlaufzeit von 40 bis 90 Prozent der AfA, falls der Leasinggeber das Wirtschaftsgut bilanziert, und die vereinbarte nutzungsabhängige Laufzeit.

Reparaturen

Das Leasingobjekt gehört der Gesellschaft oder der Bank - entsprechende Vorgaben bei Reparaturen sind zu beachten. Der Unternehmer sollte die Details seines Vertrags genau prüfen.

Steuern

In jedem Fall sollte der Firmenchef vor Vertragsabschluss die steuerlichen Aspekte mit einem erfahrenen Berater erörtern. Wer zum Beispiel den Investitionsabzugsbetrag nutzt, muss diesen beim Leasing später wieder gewinnerhöhend auflösen. Der Vertrag sollte so gestaltet sein, dass die Leasingraten als Betriebsausgaben absetzbar sind.

Zinsanpassung

In der Regel haben die Gesellschaften bei langfristigen Verträgen die Option, den Zins bei Veränderungen am Markt anzupassen. Es sollte klar nachvollziehbar und transparent sein, wann das erfolgen darf.

Dabei schließt der Arbeitgeber auf den Arbeitnehmer eine Rentenversicherung bei einer Assekuranz ab. In 83 Prozent aller befragten Unternehmen, die Ende 2014 mindestens einen sogenannten bAV-Durchführungsweg anboten, existiert das Angebot einer Direktversicherung für die Mitarbeiter.

Das ergab im vergangenen Herbst eine Umfrage unter 200 bAV-Verantwortlichen in deutschen mittelständischen Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern im Auftrag der Generali Versicherungen. Auf Platz zwei liegt die Pensionskasse mit 68 Prozent, gefolgt von der Direktzusage mit 30 Prozent und der Unterstützungskasse mit 29 Prozent. Abgeschlagen auf Platz fünf landen Pensionsfonds mit 18 Prozent.

Auch wenn die Direktversicherung noch das bAV-Mittel erster Wahl zu sein scheint, machen längst nicht alle Berechtigten davon Gebrauch. Im Mittelstand nutzt laut der Generali-Studie nur etwa jeder zweite Mitarbeiter ein bAV-Angebot, bei kleineren Unternehmen fällt die Durchdringung sogar noch deutlich schlechter aus.

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