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05.11.2015

18:36 Uhr

Hans-Joachim Dörr, Trumpf

„Für uns war es der absolut richtige Weg“

VonMartin-W. Buchenau

Die Trumpf-Bank finanziert Geschäfte im Ausland – und sammelt Einlagen von Mitarbeitern. Der Weg zum eigenen Geldhaus war lang, mehr als zwei Jahre musste sich Trumpf darum bemühen. Am Ende zahlt sich der lange Atem aus.

Als erster seiner Branche hat der Maschinenbauer Trumpf eine eigene, mit allen Kompetenzen ausgestattete Bank gegründet. dpa

Hans-Joachim Dörr

Als erster seiner Branche hat der Maschinenbauer Trumpf eine eigene, mit allen Kompetenzen ausgestattete Bank gegründet.

Hans-Joachim Dörr ist ein Pionier. Als Geschäftsführer von Trumpf Financial Services leitet er zusammen mit seiner Kollegin Diane Zetzmann-Krien die erste von einem mittelständischen Maschinenbauer gegründete Bank. Dahinter steht das schwäbische Familienunternehmen Trumpf aus Ditzingen.

Herr Dörr, seit eineinhalb Jahren hat Trumpf eine eigene Bank. Wie läuft das Geschäft?
Sehr gut. Wir haben alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten.

Und das wäre?
Der Hauptgrund für die Gründung der Vollbank war ja der EU-Passport, der besagt, dass eine Banklizenz aus einem EU-Mitgliedsland automatisch EU-weit gültig ist.

Auf diese Klauseln sollten Sie beim Leasing achten

Bearbeitungsgebühren

Der Unternehmer sollte sich den Effektivzins der Finanzierung ausrechnen lassen -- und mehrere Angebote miteinander vergleichen. Im Optimalfall kontaktieren Unternehmer Hersteller, Banken und Leasinggesellschaften. Bearbeitungsgebühren oder vierteljährliche Vorauszahlungen gehen oft zusätzlich ins Geld.

(Quelle: Creditreform-Magazin.de)

Hersteller

Clevere Unternehmer wenden sich im ersten Schritt an den Hersteller und klären die Einzelheiten des Kaufvertrags vorab. So haben sie gleich ein Angebot in der Hand, aus dem sich die genauen Angaben zum Objekt ergeben. Das wiederum braucht die Leasinggesellschaft. Und sie erfahren, ob der Leasinggeber mit dem Hersteller eventuell kürzere Gewährleistungsfristen vereinbart hat - zum Nachteil des Leasingnehmers.

Nutzungsänderungen

Hier ist Vorsicht geboten, zum Beispiel beim Firmenwagen. Werden mehr Kilometer gefahren als vertraglich vereinbart, kann es teuer werden. Clevere Unternehmer überlegen vorab, wie sie das Objekt nutzen wollen. Im Zweifel frühzeitig den Anbieter kontaktieren und den Vertrag anpassen.

Nutzungsdauer

Die Laufzeit des Vertrags sollte maximal der Dauer der Nutzung entsprechen - andernfalls zahlt die Firma die Raten weiter, obwohl das Objekt nicht mehr zur Wertschöpfung beiträgt. Zu unterscheiden sind die unkündbare Grundlaufzeit von 40 bis 90 Prozent der AfA, falls der Leasinggeber das Wirtschaftsgut bilanziert, und die vereinbarte nutzungsabhängige Laufzeit.

Reparaturen

Das Leasingobjekt gehört der Gesellschaft oder der Bank - entsprechende Vorgaben bei Reparaturen sind zu beachten. Der Unternehmer sollte die Details seines Vertrags genau prüfen.

Steuern

In jedem Fall sollte der Firmenchef vor Vertragsabschluss die steuerlichen Aspekte mit einem erfahrenen Berater erörtern. Wer zum Beispiel den Investitionsabzugsbetrag nutzt, muss diesen beim Leasing später wieder gewinnerhöhend auflösen. Der Vertrag sollte so gestaltet sein, dass die Leasingraten als Betriebsausgaben absetzbar sind.

Zinsanpassung

In der Regel haben die Gesellschaften bei langfristigen Verträgen die Option, den Zins bei Veränderungen am Markt anzupassen. Es sollte klar nachvollziehbar und transparent sein, wann das erfolgen darf.

Warum ist das für Sie so wichtig?
Wir müssen, wenn wir grenzüberschreitend tätig werden, nicht mehr mit einem Bankpartner vor Ort zusammenarbeiten. Das spart Kosten und erhöht unsere Marge.
In welchen Ländern sind Sie aktiv?
In Spanien, Großbritannien, Dänemark, Irland und den Niederlanden sind wir schon als Bank. Italien und Belgien kommen jetzt noch dazu.
Wie viel Finanzierungsgeschäft wickelt die Bank denn ab?
Der Auslandsanteil wurde mit der Bank von 25 auf 50 Prozent erhöht.

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