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03.05.2016

10:25 Uhr

Joachim Geiberger

„Zwang kann nicht die Lösung sein“

Die betriebliche Altersvorsorge weiter auszubauen und zu verbreiten, das steckt hinter der „Nahles-Tarifrente“. Joachim Geiberger ist davon nicht unbedingt begeistert. Er kritisiert den Ansatz als „Zwangsversicherung“.

Zwei Frauen mit Sonnenhut sitzen auf einer Bank am Bodensee: Die betriebliche Altersvorsorge wird kontrovers diskutiert. dpa

Pensionäre

Zwei Frauen mit Sonnenhut sitzen auf einer Bank am Bodensee: Die betriebliche Altersvorsorge wird kontrovers diskutiert.

Herr Geiberger, wie sehr belasten die Niedrigzinsen die betriebliche Altersversorgung (bAV)?
Auch die bAV ist derzeit alles andere als frei von Problemen. Die Niedrigzinsphase beschäftigt Unternehmen und Versicherer sowie Pensionskassen außerordentlich. Aktuell ist es extrem schwer, eine adäquate Rendite zu erwirtschaften. Diese Auswirkungen spüren vor allem große bis sehr große Firmen, die die Form der Direktzusage als Betriebsrente gewählt haben und in ihrer Bilanz entsprechende Rückstellungen bilden müssen - bei Dax-notierten Gesellschaften liegt diese oftmals im zweistelligen Milliardenbereich.

Diese Probleme haben kleinere und mittlere Unternehmen nicht. Nur drei von zehn Firmen machen laut Studien ihren Arbeitnehmern überhaupt ein bAV-Angebot.
Und genau das hat jetzt die Bundesregierung auf den Plan gerufen. Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales will mit der „Nahles-Tarifrente“ die betriebliche Altersvorsorge weiter ausbauen und drastisch verbreitern.

Was stört Sie daran?
Das Ziel ist hier, aber die Umsetzung stellt ein großes Problem dar. Statt die fünf existierenden Durchführungswege in Zukunft zu verschlanken und die Förderung zu erhöhen, setzt der Nahles-Ansatz auf einen neuen sechsten Weg: die Tarifrente.

Auf diese Klauseln sollten Sie beim Leasing achten

Bearbeitungsgebühren

Der Unternehmer sollte sich den Effektivzins der Finanzierung ausrechnen lassen -- und mehrere Angebote miteinander vergleichen. Im Optimalfall kontaktieren Unternehmer Hersteller, Banken und Leasinggesellschaften. Bearbeitungsgebühren oder vierteljährliche Vorauszahlungen gehen oft zusätzlich ins Geld.

(Quelle: Creditreform-Magazin.de)

Hersteller

Clevere Unternehmer wenden sich im ersten Schritt an den Hersteller und klären die Einzelheiten des Kaufvertrags vorab. So haben sie gleich ein Angebot in der Hand, aus dem sich die genauen Angaben zum Objekt ergeben. Das wiederum braucht die Leasinggesellschaft. Und sie erfahren, ob der Leasinggeber mit dem Hersteller eventuell kürzere Gewährleistungsfristen vereinbart hat - zum Nachteil des Leasingnehmers.

Nutzungsänderungen

Hier ist Vorsicht geboten, zum Beispiel beim Firmenwagen. Werden mehr Kilometer gefahren als vertraglich vereinbart, kann es teuer werden. Clevere Unternehmer überlegen vorab, wie sie das Objekt nutzen wollen. Im Zweifel frühzeitig den Anbieter kontaktieren und den Vertrag anpassen.

Nutzungsdauer

Die Laufzeit des Vertrags sollte maximal der Dauer der Nutzung entsprechen - andernfalls zahlt die Firma die Raten weiter, obwohl das Objekt nicht mehr zur Wertschöpfung beiträgt. Zu unterscheiden sind die unkündbare Grundlaufzeit von 40 bis 90 Prozent der AfA, falls der Leasinggeber das Wirtschaftsgut bilanziert, und die vereinbarte nutzungsabhängige Laufzeit.

Reparaturen

Das Leasingobjekt gehört der Gesellschaft oder der Bank - entsprechende Vorgaben bei Reparaturen sind zu beachten. Der Unternehmer sollte die Details seines Vertrags genau prüfen.

Steuern

In jedem Fall sollte der Firmenchef vor Vertragsabschluss die steuerlichen Aspekte mit einem erfahrenen Berater erörtern. Wer zum Beispiel den Investitionsabzugsbetrag nutzt, muss diesen beim Leasing später wieder gewinnerhöhend auflösen. Der Vertrag sollte so gestaltet sein, dass die Leasingraten als Betriebsausgaben absetzbar sind.

Zinsanpassung

In der Regel haben die Gesellschaften bei langfristigen Verträgen die Option, den Zins bei Veränderungen am Markt anzupassen. Es sollte klar nachvollziehbar und transparent sein, wann das erfolgen darf.

Die Idee dahinter klingt doch nachvollziehbar: Der Arbeitnehmer soll es einfacher haben, denn er zahlt - zwar mit Widerspruchsrecht - obligatorisch ein. Zudem soll die Tarifrente kostenneutral sein und die Unternehmen sollen von einer Haftung freigestellt werden.
Was so schön nach einem Win-Win aussieht, würde voll zulasten der großen Mehrheit der Versicherungsgesellschaften gehen. Bei der Tarifrente sind die Versicherer im Prinzip außen vor, denn diese wird von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften organisiert und in Form einer Pensionskasse oder als Pensionsfonds angeboten. Die Lebensversicherer bei der Absicherung der Langlebigkeit auf politische Initiative hin auszuschließen, kann ich nicht verstehen. Die Arbeitnehmer sind mündige Bürger. Zwangsversicherung in einem Einheitssystem kann nicht die Lösung sein.

Von

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