Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.11.2014

09:27 Uhr

KfW-Mittelstandsbarometer

Firmen sind zunehmend skeptisch

VonThomas Luther

Statt in die Kreditabteilung suchen mittlerweile viele Firmenlenker aktuellen Zahlen zufolge den Weg zum Anlageberater. Dabei könnte die Ausgangslage für Investitionen kaum besser sein.

Die Stimmung im Mittelstand ist im September erneut schlechter geworden und auch Großunternehmen fürchten einen Einbruch der Geschäfte. dpa

Die Stimmung im Mittelstand ist im September erneut schlechter geworden und auch Großunternehmen fürchten einen Einbruch der Geschäfte.

DüsseldorfDie deutschen Unternehmen rechnen damit, dass sich die Geschäftslage in den kommenden Monaten zunehmend eintrüben wird. Dies geht aus dem Ende September veröffentlichten KfW-Mittelstandsbarometer hervor. Als Ursache nennen die Experten der staatlichen Förderbank unter anderem die zunehmenden geopolitischen Spannungen. Aber auch, dass sich das Wachstum in der Euro-Zone schwächer als erwartet entwickelt.

Die schlechten Geschäftsaussichten dürften deutsche Mittelständler nicht gerade motivieren, wieder mehr zu investieren. Statt in die Kreditabteilung suchen mittlerweile viele Firmenlenker Commerzbank-Zahlen zufolge den Weg zum Anlageberater. Dabei könnte die Ausgangslage für Investitionen kaum besser sein.

Viele Unternehmen sind nicht nur so liquide wie selten zuvor. Sie sind anders als früher auch nicht mehr allein auf ihre Hausbank angewiesen, wenn es um die Finanzierung geht. Ihnen steht heutzutage eine Reihe alternativer Finanzierungswege und -instrumente zur Verfügung.

Zwar ist nach Zahlen der Commerzbank der klassische Bankkredit mit einem Anteil von 28 Prozent am Finanzierungsmix neben dem Eigenkapital nach wie vor ein bewährtes Instrument des Mittelstands, um Investitionen zu realisieren. „Alternative Finanzierungsformen wie Crowdfunding, Factoring oder Leasing gewinnen aber zunehmend an Bedeutung“, weiß der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven.

Möglichkeiten, Kapital zu generieren, gibt es aber auch im eigenen Haus. Eine Analyse der Beratungsgesellschaft PwC kommt zu dem Ergebnis, dass den Unternehmen in Europa ein hoher dreistelliger Milliardenbetrag für Wachstum und Investitionen zur Verfügung stünde, wenn sie ihr Working Capital optimieren würden.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr x y

03.11.2014, 10:02 Uhr

Untertitel: "Dabei könnte die Ausgangslage für Investitionen kaum besser sein." Das ist die Frage.

Investitionssicherheit sind anders aus. Jetzt greift die Bürokratiebremse so richtig, die Ratlosigkeit in Berlin und Brüssel ist ansteckend und die EZB verbreitet auch nicht gerade Zuversicht. Da bleiben die Eier besser im Körbchen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×