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02.05.2012

16:44 Uhr

Leasing

Transparenz bei der Fahrzeugrückgabe

VonGisela Demberg

Bei der Rückgabe sollte das Auto schadenfrei und verkehrssicher sein - und der Verschleiß angemessen. Doch wann ist er das? Innovative Verfahren helfen , wenn der vereinbarte Gebrauchszustand ermittelt werden soll.

Arbeit in einer Autowerkstatt: Die Bewertung des Fahrzeugs bei der Rückgabe sollte schnell und unmittelbar erfolgen. dpa

Arbeit in einer Autowerkstatt: Die Bewertung des Fahrzeugs bei der Rückgabe sollte schnell und unmittelbar erfolgen.

FrankfurtDie im Fahrzeugleasing vorherrschenden Kilometerverträge weisen ein vergleichsweise hohes Maß an Transparenz auf: Die monatlichen Raten werden, bezogen auf den Einstandspreis und einer etwaigen Anzahlung, gemäß der vereinbarten Laufzeit und der veranschlagten Kilometer berechnet.

Das Restwertrisiko trägt die Leasinggesellschaft beziehungsweise der rücknehmende Händler. Aber nur insoweit, als dass das Fahrzeug keine Schäden aufweist, verkehrssicher ist und der „Fahrzeugzustand bei Rückgabe dem Alter und der vertragsgemäßen Fahrleistung entspricht“. Wie stellt sich nun der übliche Verschleiß eines Fahrzeugs nach einer beispielsweise dreijährigen Nutzungsdauer und 45 000 gefahrenen Kilometern dar? Für den Leasingnehmer im Zweifel so, wie er es zurückgibt. Doch dies muss nicht unbedingt die Sicht der rücknehmenden Leasinggesellschaft sein.

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Leasen ohne böse Überraschungen

Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten Unternehmen vor Vertragsabschluss einige Punkte bedenken.

Mehr Transparenz beim Rücknahmeprozess, insbesondere der Begutachtung des Fahrzeugzustands fordern daher Verbraucherschützer. Auch der 49. Deutsche Verkehrsgerichtstag beschäftigte sich im vergangenen Jahr mit dem Thema, worauf eine Kommission ins Leben gerufen wurde, die hierfür Lösungsvorschläge erarbeiten soll.

Fakt ist, dass der Leasingnehmer bei der Rückgabe nicht der Willkür des rücknehmenden Händlers ausgesetzt ist. Renommierte Leasinggesellschaften wenden in der Regel Richtlinienkataloge für eine „faire Fahrzeugbewertung“ an. Fakt ist aber auch, dass es kein allgemein gültiges Bewertungsverfahren gibt, das alle denkbaren Modalitäten erfasst und an das sich sämtliche Leasinganbieter einheitlich halten könnten.

Auch die Sachverständigenorganisationen könnten gemeinschaftlich einheitliche Bewertungskataloge aufstellen, bei denen sich alle Leasinganbieter verpflichten könnten, diese anzuwenden. Doch dürften auch hiermit nicht alle Bewertungs-und Streitfragen ausgeräumt werden.

Klar ist auch: Streit am Ende ist nicht im Interesse der Beteiligten. Einen Kunden, der sich ungerecht behandelt fühlt, wird der Leasinganbieter in der Regel verlieren. Die Bewertung des Fahrzeugs bei der Rückgabe sollte schnell und unmittelbar erfolgen. Erhebt die Leasinggesellschaft etwaige Nachforderungen erst Wochen nach der Rückgabe des Fahrzeugs, dürfte das den Kunden weniger überzeugen, als eine unmittelbare Bewertung.

Zeitnahe Begutachtung überzeugt den Leasingkunden

So wendet Volkswagen Leasing ein Verfahren an, bei dem das Fahrzeug nach einem festen Katalog direkt bei Rückgabe online bewertet werden kann. „Bewertungsverfahren müssen transparent, verbindlich und bekannt sein, um Kunden vor unangenehmen Überraschungen zu schützen. Hierauf sollten sich alle Leasinganbieter einigen“, sagt Holger Rost vom Leasingverband.

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