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15.10.2012

13:12 Uhr

Made in Switzerland

Meerschweinchen-Leasing boomt

Menschen mögen ein Single-Dasein ganz gut verkraften. Meerschweinchen nicht. Deshalb ist es in der tierfreundlichen Schweiz verboten, die Tiere allein zu halten. Ein lukratives Geschäftsmodell für findige Nager-Züchter.

Als 2008 das Schweizer Tierschutzgesetz revidiert und um das Meersäuli-Singleverbot erweitert wurde, erkannten findige Züchter eine Marktlücke. ap

Als 2008 das Schweizer Tierschutzgesetz revidiert und um das Meersäuli-Singleverbot erweitert wurde, erkannten findige Züchter eine Marktlücke.

Zürich„In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine“, sang einst Revuestar Marika Rökk. Meerschweinchen geht das sogar auch tagsüber so. Als Single erleiden sie Psychostress. In der tierfreundlichen Schweiz ist es deshalb gesetzlich verboten, Meersäuli - wie die putzigen Nager auf Schwyzertütsch heißen - in Einsamkeit zu halten.

Doch was tun, wenn der Tod ein Meerschweinchen-Paar scheidet und die Besitzer kein neues Tier mehr kaufen wollen? In solchen Fällen klingelt bei Priska Küng das Telefon: „Wir bräuchten ein Miet-Meersäuli.“

Beliebteste Haustiere

Platz 5

Im Jahr 2011 waren Vögel aller Art die Nummer fünf unter Deutschlands beliebtesten Haustieren. In 2,79 Millionen hiesigen Haushalten leben derzeit gefiederte Freunde.

Platz 4

Der vierte Platz geht an die Aquarienenthusiasten: 2011 gab es in Deutschland beachtliche 3,83 Millionen Fischbesitzer. Manche mögen es stumm.

Platz 3

Bronze in den Herzen der deutschen Tierliebhaber geht an das gemeine Nagetier. Auch die Meerschweinchen fallen in diese Kategorie. 4,35 Millionen Menschen halten sich privat einen Nager - Schädlinge natürlich ausgeschlossen.

Platz 2

Der beste Freund des Menschen ist seit Jahren nicht mehr der beliebteste: 12,10 Millionen Hundebesitzer gibt es im Jahr 2011.

Platz 1

Am liebsten holen sich die Deutschen tatsächlich eine Katze ins Haus. 12,84 Millionen Samtpfotenbesitzer gibt es hierzulande. Die Zahl der Menschen über 14 Jahre, die kein Haustier haben, liegt übrigens bei 41,85 Millionen.

Als 2008 das Schweizer Tierschutzgesetz revidiert und um das Meersäuli-Singleverbot erweitert wurde, erkannte die findige Züchterin die Marktlücke. Küngs Nager-Leasing im Dorf Hinwil-Hadlikon unweit von Zürich war auf Anhieb ein Renner. „Die Nachfrage nach Leihmeersäuli ist nach wie vor groß, bis zu fünf Mal pro Woche kommen Anfragen“, sagt sie. „Das ist gut so, denn kein Tier sollte in Einzelhaft leben müssen, auch nicht für einige Wochen.“

Die Idee einer Partnervermittlung für Meerlis, wie die Tierchen auch gern genannt werden, haben inzwischen sechs weitere Züchter aufgegriffen. Sie sind in der eidgenössischen Interessengemeinschaft Meerschweinchen zusammengeschlossen, deren Präsidentin Küng ist. Für ein kastriertes Männchen muss man bei ihr 50 Franken hinlegen, für ein Weibchen 60 Franken (50 Euro).

Obwohl dies eine einmalige Gebühr ist und Kunden die Tiere auf Wunsch behalten können, ist der Deal kein Kauf, sondern eine Form des Leasings: Die Nager können problemlos - je nach Verweildauer auch gegen anteilige Kostenerstattung - zurückgegeben werden, wenn der meist ältere Partner sich in Richtung Säuli-Himmel verabschiedet hat oder wenn die Tiere nur Zoff miteinander haben.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

15.10.2012, 12:57 Uhr

Wer Kaninchen nicht mit mindestens einem anderen Kaninchen zusammen hält ist nichts anderes als ein Tierquäler. Leute, die keine Ahnung von der jeweils artgerechten Haltung haben, sollten sich keine tiere anschaffen. Auch wenn sie noch so "niedlich" sind. Tiere sind keine Kuschelsachen.

NiedlicheTierchen

15.10.2012, 13:13 Uhr

Loretta da muß ich Ihnen zustimmen!
Tiere sind keine Kuschelsachen!

Also am Besten Das Kaninchen waschen und trocken tupfen.Die Tomaten überbrühen und häuten, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch klein würfeln. Den Speck ebenfalls fein würfeln.
In einem Bräter das Olivenöl erhitzen. Den Speck hinzufügen und dann die Kaninchenteile darin bei mittlerer Hitze rundherum goldbraun anbraten. Den Wein angießen und zur Hälfte einkochen lassen, dabei die Fleischstücke mehrmals wenden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tomaten dazugeben und alles zugedeckt bei schwacher Hitze etwa 45 Minuten schmoren.

Inzwischen die Petersilienblättchen und Rosmarinnadeln abzupfen und möglichst fein schneiden bzw. wiegen. Auch die Zitronenschale ganz fein schälen und hacken. Den Knoblauch ganz klein würfeln oder durchpressen. Die Walnüsse im Blitzhacker zerkleinern. Kräuter, Zitronenschale, Knoblauch und Nüsse miteinander vermischen und nach den 45 Minuten unter die Sauce rühren. Bei schwacher Hitze weitere 15-20 Minuten ziehen lassen. Testen, ob das Fleisch schön zart ist - sonst noch etwas länger schmoren.

Gnocchi und Salat dazu reichen.

(http://www.chefkoch.de/rezepte/1592651266580366/Italienisches-Kaninchen.html)

Mit Essen spielt man nicht!

Leser

15.10.2012, 14:57 Uhr

Es soll ja auch Gestalten geben, die Menschen fressen (Menschenfleisch ist besonders süß, und Rezepte dazu kann man auch finden) und die beim Anblick von Frauen und Kindern nur an Missbrauch denken.

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