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03.05.2016

09:56 Uhr

Mittelstand

Auf der Jagd nach guten Investments

VonPeter Köhler

Private-Equity-Häuser erleben einen nie gekannten Geldfluss. In Deutschland werden viele weitere Deals erwartet. Doch gute Kaufkandidaten sind äußerst rar. Die Jagd nach dem perfekten Geschäft ist längst entfacht.

Der Boom der Branche zieht Investoren an. picture alliance / DUMONT Bildar

Kreuzfahrtschiff Arosa Viva

Der Boom der Branche zieht Investoren an.

FrankfurtKeine große Welle, aber auch nicht Ebbe, sondern ein stetiger Fluss an Transaktionen. Die Beteiligungsmanager haben sich im deutschen Markt eingerichtet. Zwar bleibt der seit rund einem Jahrzehnt erhoffte Boom aufgrund von Nachfolgeregelungen aus, aber die Unternehmer wissen – neben der Kapitalbereitstellung – zunehmend auch die Erfahrung und das Know-how der Private-Equity-Manager zu schätzen.

„Wir sehen weiterhin großes Potenzial für mittelgroße Deals in Deutschland. Aber man muss suchen wie ein Trüffelschwein, mehr als die Hälfte der Investments erreichen wir durch proaktives Zugehen auf das Management beziehungsweise Ansprache der Eigentümer“, sagt Jörg Dreisow, Managing Principal bei der Beteiligungsgesellschaft Waterland.

Er und seine Mannschaft haben in ihrem jüngsten Fonds für Investments in mittelgroßen Unternehmen insgesamt 1,55 Milliarden Euro Eigenkapital eingesammelt. Damit kann der Fonds Zukäufe zwischen einem niedrigen zweistelligen Millionenbereich bis hin zu einer Milliarde Euro stemmen. Zum Portfolio gehört ebenfalls der Flusskreuzfahrtanbieter Arosa.

Auf diese Klauseln sollten Sie beim Leasing achten

Bearbeitungsgebühren

Der Unternehmer sollte sich den Effektivzins der Finanzierung ausrechnen lassen -- und mehrere Angebote miteinander vergleichen. Im Optimalfall kontaktieren Unternehmer Hersteller, Banken und Leasinggesellschaften. Bearbeitungsgebühren oder vierteljährliche Vorauszahlungen gehen oft zusätzlich ins Geld.

(Quelle: Creditreform-Magazin.de)

Hersteller

Clevere Unternehmer wenden sich im ersten Schritt an den Hersteller und klären die Einzelheiten des Kaufvertrags vorab. So haben sie gleich ein Angebot in der Hand, aus dem sich die genauen Angaben zum Objekt ergeben. Das wiederum braucht die Leasinggesellschaft. Und sie erfahren, ob der Leasinggeber mit dem Hersteller eventuell kürzere Gewährleistungsfristen vereinbart hat - zum Nachteil des Leasingnehmers.

Nutzungsänderungen

Hier ist Vorsicht geboten, zum Beispiel beim Firmenwagen. Werden mehr Kilometer gefahren als vertraglich vereinbart, kann es teuer werden. Clevere Unternehmer überlegen vorab, wie sie das Objekt nutzen wollen. Im Zweifel frühzeitig den Anbieter kontaktieren und den Vertrag anpassen.

Nutzungsdauer

Die Laufzeit des Vertrags sollte maximal der Dauer der Nutzung entsprechen - andernfalls zahlt die Firma die Raten weiter, obwohl das Objekt nicht mehr zur Wertschöpfung beiträgt. Zu unterscheiden sind die unkündbare Grundlaufzeit von 40 bis 90 Prozent der AfA, falls der Leasinggeber das Wirtschaftsgut bilanziert, und die vereinbarte nutzungsabhängige Laufzeit.

Reparaturen

Das Leasingobjekt gehört der Gesellschaft oder der Bank - entsprechende Vorgaben bei Reparaturen sind zu beachten. Der Unternehmer sollte die Details seines Vertrags genau prüfen.

Steuern

In jedem Fall sollte der Firmenchef vor Vertragsabschluss die steuerlichen Aspekte mit einem erfahrenen Berater erörtern. Wer zum Beispiel den Investitionsabzugsbetrag nutzt, muss diesen beim Leasing später wieder gewinnerhöhend auflösen. Der Vertrag sollte so gestaltet sein, dass die Leasingraten als Betriebsausgaben absetzbar sind.

Zinsanpassung

In der Regel haben die Gesellschaften bei langfristigen Verträgen die Option, den Zins bei Veränderungen am Markt anzupassen. Es sollte klar nachvollziehbar und transparent sein, wann das erfolgen darf.

Auch andere Beteiligungsfonds verzeichnen derzeit einen nie gekannten Zufluss an Geldern. Bridgepoint bekam beispielsweise im Frühjahr 2015 vier Milliarden Euro zusammen, die Investoren aus aller Welt dem Beteiligungsunternehmen zur Verfügung gestellt haben, um am Erfolg der „Hidden champions“ in der europäischen Industrie partizipieren zu können. Equistone Partners sammelten in nur sechs Monaten zwei Milliarden Euro ein - ursprünglich waren nur 1,75 Milliarden Euro geplant.

„Die Renditejagd der institutionellen Investoren befeuert die Branche. Fragt sich nur, ob auch wirklich genügend Firmen gefunden werden, die man kaufen kann“, sagt ein Investmentbanker.

2014 nahm die Zahl der Transaktionen im Mittelstand spürbar zu. Nach einer Auswertung der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG) stieg die Zahl der größeren Deals von 23 auf 31, der Wert erreichte 3,2 Milliarden Euro und lag damit um mehr als eine Milliarde über dem Niveau des Vorjahres.

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