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07.11.2014

09:45 Uhr

Motivationsschub für die Belegschaft

Ein Auto für gewisse Stunden

VonAndreas Schulte

Wer seine geleaste Flotte durch Carsharing ergänzt, kann richtig Geld sparen. Das Konzept soll nicht nur die Kosten senken, sondern auch die Motivation innerhalb der Belegschaft fördern.

Wenn ein Dienstwagen nur zum Pendeln benutzt wird, kann man überlegen, ihn durch Carsharing zu ersetzen, meinen Experten. picture alliance/dpa

Wenn ein Dienstwagen nur zum Pendeln benutzt wird, kann man überlegen, ihn durch Carsharing zu ersetzen, meinen Experten.

KölnWenn die Mitarbeiter des Crowne-Plaza-Hotels in Heidelberg ein Fahrzeug benötigen, leihen sie es sich in der Regel aus: Für den Betrieb der Unterkunft im Stadtzentrum stehen nur noch zwei feste Dienstwagen zur Verfügung, den restlichen Bedarf deckt Geschäftsführer Koren Yueksel mit Hilfe des Carsharing-Anbieters Stadtmobil.

Das Personal nutzt die stundenweise angemieteten Autos meistens für Fahrten in der Stadt, Vertriebsmitarbeiter sind damit aber auch zu Kunden in ganz Deutschland unterwegs. "400 bis 500 Euro sparen wir monatlich, seit wir unsere geleaste Flotte durch Carsharing ergänzt haben", sagt Yueksel. Sein Unternehmen sei flexibler geworden: "Die Mitarbeiter müssen sich mit den Kollegen nicht mehr auseinandersetzen, wenn mehrere zeitgleich ein Auto benötigen."

Die beliebtesten Dienstwagen des Jahres (2013)

Minicars

Somit siegten 17 verschiedene Modelle, darunter 13 Diesel, zwei Benziner und jeweils ein Diesel-Hybrid und Elektroauto. Die Dominanz der Selbstzünder resultiert aus der Tatsache, dass die Tester neben Fahrverhalten und Komfort insbesondere die Wirtschaftlichkeit der Autos bewerteten.

In den beiden Kategorien Minicars und Kleinwagen sind allerdings die Benziner vorne. Der Fiat 500 0.9 Twin Air wurde bestes Import-Minicar, den Gesamtsieg sicherte sich, als einziges Elektroauto, der Smart Fortwo Electric-Drive.

Elektro

In den beiden Kategorien Minicars und Kleinwagen liegen die Benziner vorne. Der Fiat 500 0.9 Twin Air wurde bestes Import-Minicar, den Gesamtsieg sicherte sich, als einziges Elektroauto, der Smart Fortwo Electric-Drive.

Kleinwagen

Bei den Kleinwagen gewann der Peugeot 208 e-HDI 92 die Import- und der Audi A1 Sportback 1.4 TFSI die Gesamtwertung.

Obere Mittelklasse

Die Gesamtwertung in der oberen Mittelklasse entschied mit dem Mercedes E300 Bluetec Hybrid T-Modell, das einzige Fahrzeug mit Diesel-Hybrid-Antrieb, für sich, die Importwertung ging an den Jaguar XF.

Mittelklasse

Mittelklasse: Während der Gesamtsieg an den Mercedes E 300 Bluetec Hybrid T-Modell ging, fuhr der Jaguar XF 2.2 Diesel in der Importwertung die besten Noten ein.

Mittelklasse-Kombi

Nur ein Fahrzeug von asiatischen Herstellern schaffte den Sprung aufs Siegertreppchen. Der Hyundai i40 cw 1.7 CRDI lag bei der Importwertung in der Mittelklasse vorne, der Gesamtsieg ging an den BMW 320d.

Der Mittelklassekombi i40cw feierte seinen Marktstart in Deutschland im September 2011 und wurde seither, gemeinsam mit der Limousine i40, die im Februar 2012 die Modellreihe ergänzte, rund 5.000 Mal verkauft. Beide Fahrzeuge entstanden im europäischen Forschungs-, Entwicklungs- und Designzentrum von Hyundai in Rüsselsheim unter der Federführung von Chefdesigner Thomas Bürkle. Mit einem Gepäckraumvolumen von 553 bis 1.719 Litern gehört der Kombi zu den geräumigsten Fahrzeugen seiner Klasse. Für beide Modellvarianten bietet Hyundai spezielle Business-Pakete an, die für zusätzlichen Komfort bei Vielfahrern sorgen. Der i40cw 1.7 CRDi ist erhältlich ab einem Bruttopreis von 24.990 Euro (23.352 Euro netto).

Importwertung

Der Hyundai i40 lag bei der Importwertung in der Mittelklasse vorne, der Gesamtsieg ging an den BMW 320d.

Innovationspreis

Immerhin gewann Mazda für seine „Skyactive-Technologie“, die konsequenten Leichtbau und eine Optimierung der Verbrennungsmotoren propagiert, den Innovationspreis.

Kleine SUV

In den Klassen SUV und Vans vergaben die Tester jeweils einen Preis für kompakte und große Fahrzeuge. Bei den kleinen SUV gewannen Volvo XC60 D5 AWD und BMW X3 xDrive 20d, bei den großen SUV ...

Kompakte SUV

Kleine und kompakte SUV: Der gesamtsieg geht an den BMW X3 xDrive 20d, der Volvo XC 60 D5 AWD führt 2012 die Importwertung in dieser Klasse bei den Fuhrpark-Managern an.

Große SUV

Bei den großen SUV siegten der Range Rover Sport SD V6 und der Porsche Cayenne Diesel.

Kompaktwagen

Der Sieg in der Klasse der Kompakten ging an den Volkswagen-Konzern, die Importwertung gewann Skoda mit dem Octavia Combi in der Ausführung 1.6 TDI Greentect, die Gesamtwertung gewann in diesem Jahr in dieser Klasse Audi mit dem A3 Sportback, ebenfalls mit 1.6 TDI-Motorisierung.

Kompakt Vans

Die einzige Wertung bei den Kompakt-Vans entschied der Mercedes B 180 CDI für sich.

Maxi-Vans

Die besten Maxi-Vans waren der Seat Alhambra und der VW Sharan, beide mit der Motorisierung 2.0 TDI.

Die Teilnehmer

An der Wahl nahmen 2.732 Fuhrparkprofis teil. Neben Fahrzeugherstellern, Leasinggesellschaften und Versicherungen stellten sich auch Tankkartenanbieter, Werkstätten und Reifenhersteller der Wahl. Gewürdigt wurden Unternehmen, die sich erfolgreich im Flottenmarkt engagieren, überdurchschnittliche Qualität liefern, sich großer Sympathie erfreuen oder besonders kundenorientiert arbeiten.

Die besten Marken

Als „Die besten Marken“ wurden ausgezeichnet: Audi für guten Service für Flottenkunden; Volkswagen Leasing, CPM Car Professional Management, Europcar, Volkswagen als umweltfreundlichste Marke, Continental, Vergölst für den Reifeservice, Aral für die Tankkarten, Allianz, A.T.U. als freie Werkstätten und als Pkw-Börse autoscpout24.de.

Der Test

Bei Europas größtem Praxis-Vergleichstest "Firmenauto des Jahres" dominierten 2012 Dieselfahrzeuge. 250 Fuhrpark-Manager testeten für die Zeitschrift "Firmenauto" und die Prüfgesellschaft Dekra 66 Modelle in neun Kategorien und legten dabei an zwei Tagen in 66 Fahreugen rund 30.000 Testkilometer zurück. Jede Kategorie teilt sich in Import- und Gesamtwertung. Bei den kleinen Vans gab es mangels mehrerer Import-Modelle nur einen Gesamtsieger. Die Sieger im Überblick ...

Experten halten den Ansatz für zukunftsfähig: "Wir sehen eine Kombination aus dem gewohnten Leasing und Corporate Carsharing als einen wesentlichen Treiber für ein erfolgreiches Fuhrparkmanagement", sagt Sven Henkel, Leiter des Automotive Institute for Management (AIM) and der Privatuniversität EBS in Oestrich-Winkel. "Es vereint die kostengünstigen und traditionellen Leasingverträge mit einer modernen und flexiblen Ausgestaltung des Fuhrparks."

Das Konzept soll nicht nur die Kosten senken, sondern auch die Motivation innerhalb der Belegschaft fördern. Dafür schließen Firmen Rahmenverträge mit Carsharing-Anbietern, die eine private Nutzung der Fahrzeuge für die Mitarbeiter kostenlos oder zu günstigen Konditionen erlauben. "Das ist vor allem für jene Mitarbeiter reizvoll, denen üblicherweise kein Dienstwagen zur Verfügung steht", sagt AIM-Leiter Henkel.

Firmenautos : Was der Dienstwagen über Sie aussagt

Firmenautos

Was der Dienstwagen über Sie aussagt

Ein Bild sagt sprichwörtlich mehr als 1000 Worte. Ein Auto sagt mindestens genauso viel über seinen Fahrer aus. Das kann das Image unterstreichen – oder nach hinten losgehen. Statussymbole sind heute andere als früher.

Den Anbietern gelingt es zunehmend, Geschäftskunden von den Vorteilen zu überzeugen: Der Mittelständler Kögel Bau und das Technologieunternehmen Gore aus Oberbayern haben Vereinbarungen mit Alphacity geschlossen. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer arbeitet seit Jahresbeginn mit dem Anbieter Drivenow zusammen. Über 90 Prozent der Buchungen von Mitarbeitern sind privat. "Unsere Beschäftigten nutzen die Autos vor allem zum Pendeln und für Stadtfahrten in der Mittagspause", sagt Flottenmanager Lutz Hansen.

Das Carsharing ist aus seiner Sicht nicht nur für Konzerne interessant. "Wenn ein Dienstwagen nur zum Pendeln benutzt wird, kann man überlegen, ihn durch Carsharing zu ersetzen", meint Hansen. "So kann das Auto auch in der Zeit zwischen Dienstbeginn und Feierabend gefahren werden."

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