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02.06.2016

20:12 Uhr

Stiftungen

Spenden für den guten Zweck liegt im Trend

VonFlorian Flicke

Das Zinstief setzt mittelständischen Wohltätern mit Ewigkeitsstiftungen zu. Wesentlich flexibler sind neue Konzepte, die Spielraum in der Gestaltung lassen. Die Anlagestrategie orientiert sich an sogenannten Target-Fonds.

Rettungseinsatz Deutsches rotes Kreuz (DRK) in der Ukraine DRK

Auslandseinsatz

Das Deutsche Rote Kreuz finanziert den Einsatz von Helfern auch mittels Hybridstiftungen.

DüsseldorfWas Facebook-Chef Mark Zuckerberg kann, das können gerade deutsche Mittelständler schon lange: Sie spenden für den guten Zweck. Und das im großen Stil. Rund 100 Milliarden Euro betrug das Gesamtvermögen rechtsfähiger deutscher Stiftungen Ende 2014 – das ist mehr als doppelt so viel wie das Aktienpaket, das der Facebook-Boss bis zu seinem Lebensende zu guten Zwecken unter die Weltbevölkerung bringen will.

„Vor allem unter den deutschen Firmenchefs gibt es immer mehr Macher, die der Gesellschaft, der Wissenschaft oder der Umwelt Gutes tun wollen, aber auch Bosse, die über eine Stiftungslösung die Zukunft der eigenen Firma dauerhaft absichern möchten“, sagt Eric Hiedemann, Rechtsanwalt und zertifizierter Stiftungsberater.

Insgesamt 583 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts sind in Deutschland 2015 neu dazugekommen. Damit stieg die Zahl der Stiftungen hierzulande bis Ende 2015 auf exakt 21.301 – das sind doppelt so viele wie noch vor 15 Jahren. „Jede Woche gibt es elf neue Stiftungen“, rechnet Michael Göring vor, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

Auf diese Klauseln sollten Sie beim Leasing achten

Bearbeitungsgebühren

Der Unternehmer sollte sich den Effektivzins der Finanzierung ausrechnen lassen -- und mehrere Angebote miteinander vergleichen. Im Optimalfall kontaktieren Unternehmer Hersteller, Banken und Leasinggesellschaften. Bearbeitungsgebühren oder vierteljährliche Vorauszahlungen gehen oft zusätzlich ins Geld.

(Quelle: Creditreform-Magazin.de)

Hersteller

Clevere Unternehmer wenden sich im ersten Schritt an den Hersteller und klären die Einzelheiten des Kaufvertrags vorab. So haben sie gleich ein Angebot in der Hand, aus dem sich die genauen Angaben zum Objekt ergeben. Das wiederum braucht die Leasinggesellschaft. Und sie erfahren, ob der Leasinggeber mit dem Hersteller eventuell kürzere Gewährleistungsfristen vereinbart hat - zum Nachteil des Leasingnehmers.

Nutzungsänderungen

Hier ist Vorsicht geboten, zum Beispiel beim Firmenwagen. Werden mehr Kilometer gefahren als vertraglich vereinbart, kann es teuer werden. Clevere Unternehmer überlegen vorab, wie sie das Objekt nutzen wollen. Im Zweifel frühzeitig den Anbieter kontaktieren und den Vertrag anpassen.

Nutzungsdauer

Die Laufzeit des Vertrags sollte maximal der Dauer der Nutzung entsprechen - andernfalls zahlt die Firma die Raten weiter, obwohl das Objekt nicht mehr zur Wertschöpfung beiträgt. Zu unterscheiden sind die unkündbare Grundlaufzeit von 40 bis 90 Prozent der AfA, falls der Leasinggeber das Wirtschaftsgut bilanziert, und die vereinbarte nutzungsabhängige Laufzeit.

Reparaturen

Das Leasingobjekt gehört der Gesellschaft oder der Bank - entsprechende Vorgaben bei Reparaturen sind zu beachten. Der Unternehmer sollte die Details seines Vertrags genau prüfen.

Steuern

In jedem Fall sollte der Firmenchef vor Vertragsabschluss die steuerlichen Aspekte mit einem erfahrenen Berater erörtern. Wer zum Beispiel den Investitionsabzugsbetrag nutzt, muss diesen beim Leasing später wieder gewinnerhöhend auflösen. Der Vertrag sollte so gestaltet sein, dass die Leasingraten als Betriebsausgaben absetzbar sind.

Zinsanpassung

In der Regel haben die Gesellschaften bei langfristigen Verträgen die Option, den Zins bei Veränderungen am Markt anzupassen. Es sollte klar nachvollziehbar und transparent sein, wann das erfolgen darf.

Doch dem Dachverband bereitet, bei aller Freude über den positiven Gründungstrend, eine Entwicklung zunehmend Sorge: die niedrigen Zinsen auf den Kapitalmärkten. Auch Christoph Beuter, Leiter Stiftungsmanagement bei der DZ Privatbank, schlägt Alarm. Angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank könnten sich viele Stiftungen, die größtenteils von ihren Erträgen leben, ein „Weiter so wie bisher“ nicht leisten.

Die traditionelle Ewigkeitsstiftung, die vorrangig mit ihren Zinserträgen Gutes tut für Mensch, Tier oder Umwelt, bekommt mehr und mehr Probleme, da Bundesanleihen und Co. nur noch minimale Erträge abwerfen und unter Berücksichtigung der Inflation sogar an Wert verlieren. Doch was tun? Das Gegenstück zur Ewigkeitsstiftung ist die sogenannte Verbrauchsstiftung. Sie löst sich mit zunehmender Projektdauer quasi selbst ab, weil das Kapital komplett aufgezehrt wird. Doch genau das wünschen sich die wenigsten Stifter. Schließlich wollen sie mit ihrer Stiftung etwas für die Ewigkeit schaffen.

In dieser Gemengelage wird die Hybridstiftung – auch bekannt als Teilverbrauchsstiftung – stetig beliebter. Diese Stiftung ist grundsätzlich auf unbestimmte Dauer errichtet – allerdings darf sie einen Teil ihres Vermögens für die Zweckverwirklichung verbrauchen. Sie vereint damit das Beste beider Stiftungswelten aus Ewigkeits- und Verbrauchsstiftung in sich und ist – je nach Zinssituation an den Kapitalmärkten – weit flexibler.

„Ein entscheidender Vorteil liegt in der Erweiterung der Zuwendungsoptionen: Der Zustifter oder Spender kann seine Zuwendung dem Grundstockvermögen, dem Verbrauchsvermögen oder als Spende der eher kurzfristigen Verwendung widmen“, sagt Beuter. Vorteil der Hybridstiftung gegenüber der reinen Verbrauchsstiftung ist, dass neben dem allgemeinen Spendenabzug nach Paragraf 10b Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) auch der erhöhte Abzug für sogenannte Vermögensstockspenden nach Paragraf 10b Absatz 1a EStG möglich ist – in der Praxis ist das besonders relevant bei der Einwerbung größerer Zuwendungen.

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