Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.10.2016

17:02 Uhr

Superreiche Privatanleger kaufen im Ausland

Weltweit auf der Jagd nach Luxusimmobilien

VonReiner Reichel

Vermögende Anleger wollen Unabhängigkeit vom Inland: Reiche Unternehmerfamilien finden daher immer größeren Gefallen an prestigeträchtigen Objekten im Ausland. Die Investitionstypen sind dabei vielfältig.

Geschäfts- und Wohnhäuser in hervorragenden Lagen sind bei Investoren gefragt. Getty Images

Bond Street in London

Geschäfts- und Wohnhäuser in hervorragenden Lagen sind bei Investoren gefragt.

DüsseldorfDas Abitur in einem Schweizer Internat gemacht, in London studiert und sich die ersten Meriten als Leiter einer Auslandstocher des mittelständischen Familienbetriebes verdient. So oder ähnlich sehen Lebensläufe der Erbengeneration im deutschen Mittelstand aus. Es sind die neuen Kunden der deutschen Family Offices, der Vermögensverwalter besonders wohlhabender Familien. Diese Anleger sind weltgewandt, haben sich schon früh international vernetzt und haben deshalb auch wenig Scheu vor Auslandsinvestments in Immobilien.

Auf diese Klauseln sollten Sie beim Leasing achten

Bearbeitungsgebühren

Der Unternehmer sollte sich den Effektivzins der Finanzierung ausrechnen lassen -- und mehrere Angebote miteinander vergleichen. Im Optimalfall kontaktieren Unternehmer Hersteller, Banken und Leasinggesellschaften. Bearbeitungsgebühren oder vierteljährliche Vorauszahlungen gehen oft zusätzlich ins Geld.

(Quelle: Creditreform-Magazin.de)

Hersteller

Clevere Unternehmer wenden sich im ersten Schritt an den Hersteller und klären die Einzelheiten des Kaufvertrags vorab. So haben sie gleich ein Angebot in der Hand, aus dem sich die genauen Angaben zum Objekt ergeben. Das wiederum braucht die Leasinggesellschaft. Und sie erfahren, ob der Leasinggeber mit dem Hersteller eventuell kürzere Gewährleistungsfristen vereinbart hat - zum Nachteil des Leasingnehmers.

Nutzungsänderungen

Hier ist Vorsicht geboten, zum Beispiel beim Firmenwagen. Werden mehr Kilometer gefahren als vertraglich vereinbart, kann es teuer werden. Clevere Unternehmer überlegen vorab, wie sie das Objekt nutzen wollen. Im Zweifel frühzeitig den Anbieter kontaktieren und den Vertrag anpassen.

Nutzungsdauer

Die Laufzeit des Vertrags sollte maximal der Dauer der Nutzung entsprechen - andernfalls zahlt die Firma die Raten weiter, obwohl das Objekt nicht mehr zur Wertschöpfung beiträgt. Zu unterscheiden sind die unkündbare Grundlaufzeit von 40 bis 90 Prozent der AfA, falls der Leasinggeber das Wirtschaftsgut bilanziert, und die vereinbarte nutzungsabhängige Laufzeit.

Reparaturen

Das Leasingobjekt gehört der Gesellschaft oder der Bank - entsprechende Vorgaben bei Reparaturen sind zu beachten. Der Unternehmer sollte die Details seines Vertrags genau prüfen.

Steuern

In jedem Fall sollte der Firmenchef vor Vertragsabschluss die steuerlichen Aspekte mit einem erfahrenen Berater erörtern. Wer zum Beispiel den Investitionsabzugsbetrag nutzt, muss diesen beim Leasing später wieder gewinnerhöhend auflösen. Der Vertrag sollte so gestaltet sein, dass die Leasingraten als Betriebsausgaben absetzbar sind.

Zinsanpassung

In der Regel haben die Gesellschaften bei langfristigen Verträgen die Option, den Zins bei Veränderungen am Markt anzupassen. Es sollte klar nachvollziehbar und transparent sein, wann das erfolgen darf.

„Die Überlegungen in ausländische Immobilien zu investieren, haben zugenommen“, bestätigt Thomas Schemken, Geschäftsführer PC Portfolio. In den Diskussionen mit seinen Kunden über das richtige Zielland spielt die demografische Entwicklung eine große Rolle. Von einer schnell wachsenden Bevölkerung in der Welt versprechen sich diese Investoren auch ein überdurchschnittliches Welt-Wirtschaftswachstum – was Wohlstand schafft und folglich die Immobiliennachfrage und deren Preise treibt.

Kein Wunder also, dass Lorenz Reibling, Chef der Taurus Global Real Estate Investment, wachsendes Interesse an Immobilienprojekten außerhalb Deutschlands feststellt. Investitionsschwerpunkt seiner in München gegründeten und nach Boston übergesiedelten Gesellschaft sind die USA. „Wir stellen Interesse an Auslandsimmobilien fest von Menschen, die vorher nie im Ausland investieren wollten“, meint auch Schemken von PC Portfolio Consulting.

Kreditklemme verhindern: So finanzieren Sie die digitale Revolution

Kreditklemme verhindern

So finanzieren Sie die digitale Revolution

Die neue Welt der Technologie hält Einzug im Mittelstand. Häufig gibt es jedoch Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Wie sich Firmen auf die Finanzierung innovativer Vorhaben vorbereiten sollten.

Die Begründung für diesen Trend liefert Experte Helmut Quast, Senior Partner bei HQ Trust, dem von der Industriellenfamilie Harald Quandt gegründeten Family Office: Das Interesse an Beton und Steinen im Ausland nehme zu, denn „die Familien wollen sich weniger abhängig vom Inland machen“.

Dabei gibt es unterschiedliche Typen von Auslandsinvestoren, wie Immobilienexperten feststellen. Beispielsweise kennt Siegmut Böhm, Geschäftsführer von AM Alpha, einem auch im asiatisch-pazifischen Raum aktiven, auf Immobilien spezialisierten Family Office, Mittelständler, die selbst im Ausland fertigten und deshalb keine Berührungsängste mit fremden Kulturen hätten, dafür aber gewisse Marktkenntnisse vor Ort.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×