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04.11.2016

16:15 Uhr

Zahlungsverkehr im Web

Große Freiheit mit Tücken

VonJürgen Hoffmann

Kunden haben die Qual der Wahl: Sie können unter verschiedenen Zahlungsarten wählen und schneller an Produkte kommen. Doch nicht jede Nischenlösung führt auch ans Ziel – und bietet hinreichend Vorteile.

Spain, Ferrol, Cyclist with helmet on teh road

Rennradfahrer

Kundenfreundlichkeit ist auch für Zweirad-Online-Shops wesentlich.

Quelle: PR

HamburgDie E-Commerce-Firma Internetstores verkauft jedes Jahr europaweit rund 150.000 Fahrräder. In Onlineshops wie fahrrad.de, dem größtem Web-Geschäft der Branche, bietet das Unternehmen seinen Kunden bis zu acht verschiedene Wege, ihre Einkäufe zu bezahlen: per Kreditkarte, PayPal, Rechnung, Lastschrift, Ratenkauf, Sofortüberweisung, Banküberweisung oder Nachnahme. „Wir möchten niemanden bevormunden, jeder Kunde soll entscheiden können, wie er bezahlen möchte“, sagt Ulrich Spies, Direktor Kundenservice und Zahlungsabwicklung, bei fahrrad.de.

Checkliste Digitales für Mittelständler

Quelle

Häufig wissen Mittelständler nicht, wie sie die Digitalisierung angehen sollten. Experte Thomas Denk vom Beratungshaus Deliberate in Böblingen empfiehlt ein strukturiertes Vorgehen.

1. Situation analysieren

Vor der Gestaltung der digitalen Transformation steht die Analyse. Was passiert gerade in meiner Branche, wie stellen sich die Konkurrenten auf, wo stehen wir und welche Ideen haben wir?

2. Erwartungen der Kunden erfüllen

Digitalisierung heißt, die veränderten Bedürfnisse der Kunden zu berücksichtigen. Hilfreich dabei: eine offene Kommunikation – direkt und über soziale Medien.

3. Kulturwandel vorantreiben

Kontinuierliche Veränderung ist notwendig. Dafür muss man bereit sein, Geschäftsprozesse ständig auf den Prüfstand zu stellen.

4. Datenqualität sichern

Nicht die Menge an Daten ist entscheidend, sondern ihre Qualität und Verknüpfung. Mittelständler sollten nur Daten erheben, die sie benötigen.

5. Ressourcen bereitstellen

Digitale Transformation wird von Menschen vorangetrieben. Dafür muss ein Chef Ressourcen bereitstellen und Know-how aufbauen.

6. Kommunikation sicherstellen

Unternehmen, die in Silos strukturiert sind, werden bei der digitalen Transformation scheitern. Benötigt wird permanenter Austausch über Motive, Ansätze und Ziele.

7. Digitalisierungsstrategie verankern

Die digitale Strategie muss Bestandteil der Unternehmensstrategie sein, klar definiert und schriftlich festgehalten werden. So kann jeder Mitarbeiter nachlesen, welche Auswirkungen sie auf das Alltagsgeschäft hat.

8. Klare Verantwortlichkeit schaffen

Digitale Transformation braucht Führung. Hilfreich ist dabei ein Chief Digital Officer, der Stratege, Projektmanager, Impulsgeber und Change Manager ist.

9. Risiken im Auge behalten

Bei jeder Veränderung darf die Arbeit an betrieblichen Abläufen und internen Strukturen nicht den Blick auf den Kunden verstellen.

10. Flexibilität schaffen, Netzwerk pflegen

Digitale Geschäftsmodelle entwickeln sich oft rasant, das erschwert Planungen. Neben der Strategiearbeit ist ein gutes Netzwerk aus Kunden, Partnern und Zulieferern wichtig.

11. Reporting aufsetzen

Digitalisierung lässt sich messen. Um Chancen auszuschöpfen, ist ein Reporting für das ganze Unternehmen notwendig.

Was altruistisch klingt, ist kaufmännisch klug: Die Conversion-Rate – also das Verhältnis der Anzahl der Besucher eines Onlineshops zum Umsatz, den diese machen – steigt mit der Vielzahl der Zahlungswege. Bei fahrrad.de reicht zudem ein Klick, um als registrierter Kunde bestellen zu können. Kundenfreundlichkeit an der Webshop-Kasse ist das A und O.

„Einfach und sicher muss ein Payment-System sein“, sagt Stefan Grieben, Vorstand des E-Business-Lösungsanbieters Novomind. Das Unternehmen baut jährlich mehr als ein Dutzend Webshops, vornehmlich für Mittelständler. Fast alle Onlineladen-Bauer von Magento bis Shopware bieten vorgefertigte Lösungen für die Integration von Zahlungssystemen und ermöglichen Anbindungen an andere Teile der IT-Landschaft. „Welche Zahlungswege ein Händler seinen Kunden anbieten sollte, hängt auch von seinen Warengruppen ab: Bei Baby-Nahrung und Windeln beispielsweise kommt es seltener vor, dass Kunden nicht zahlen als bei Playstations und Handys“, so Grieben.

Wer als Unternehmen auf Nummer sicher gehen wolle, solle seinen Kunden nur Paypal und Vorkasse anbieten sowie Optionen, die über Provider laufen, empfiehlt der Experte. Diese übernehmen die Implementierung, den Betrieb und vor allem auch das Ausfallrisiko. Ulrich Spies von fahrrad.de arbeitet bei Kreditkartenzahlungen mit Ingenico zusammen, beim Rechnungs- und Ratenkauf sowie bei Lastschrift mit dem Onlinezahlungs-Dienstleister Billpay. Klickt der Kunde den Button „zur Kasse“ an, werden sein Warenkorb und seine persönlichen Daten unter Bonitätsgesichtspunkten geprüft. Fällt die Prüfung positiv aus, werden dem Kunden auch die Zahlungsarten Rechnung, Lastschrift und Ratenkauf angeboten.

Kommentare (3)

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04.11.2016, 17:39 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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04.11.2016, 17:47 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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04.11.2016, 17:53 Uhr

Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

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