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11.01.2017

09:55 Uhr

Lee Jae-Yong

Samsung-Kronprinz unter Korruptionsverdacht

Die Korruptionsaffäre in Südkorea bringt Samsung immer stärker in Bedrängnis. Die Ermittler führen Kronprinz Lee Jae-Yong nun als Verdächtigen. Auch ein Haftbefehl gegen den Sohn des Konzernpatriarchen ist möglich.

Vom Zeugen zum Verdächtigen

Korruptionsaffäre – Samsung-Erbe wird vernommen

Vom Zeugen zum Verdächtigen:  Korruptionsaffäre – Samsung-Erbe wird vernommen

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SeoulIn Südkorea gerät der Samsung-Konzern immer tiefer in die Korruptionsaffäre um Präsidentin Park Geun Hye. Sonderermittler in dem Fall erklärten am Mittwoch, Samsung-Erbe Lee Jae-Yong werde inzwischen als Verdächtiger geführt und müsse am Donnerstag zu einer Befragung erscheinen. Auf die Frage, ob auch Haftbefehl gegen Lee beantragt werden könnte, sagte ein Sprecher: „Alles ist möglich.“

Die Ermittler prüfen, ob Samsungs Engagement für das Geschäft und Stiftungen einer Freundin der Präsidentin in Verbindung mit einer Entscheidung einer Pensionskasse aus dem Jahr 2015 steht, eine strittige Fusion zweier Samsung-Töchter zu unterstützen. Dazu hatte es zuletzt bereits Razzien bei Samsung und der größten Pensionskasse des Landes gegeben.

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Es sind turbulente Zeiten, in denen Lee Jae-Yong an die Spitze von Samsung rückt. Was sich wie ein kleiner Schritt für den Enkel des Gründers anhört, ist ein großer Schritt für Südkoreas größten Konzern.

Zum Samsung-Konzern gehört auch der Smartphone-Hersteller Samsung Electronics. Dort ist Lee Vize-Chef des Verwaltungsrats.

Präsidentin Park werden Amtsmissbrauch und Verstöße gegen die Verfassung vorgeworfen. Das südkoreanische Parlament hat bereits ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Im Zentrum der Affäre steht eine Freundin von Park, Choi Soon Sil. Sie soll sich in Regierungsgeschäfte eingemischt haben. Ihr wird zudem vorgeworfen, Konzerne zu Spenden an Stiftungen genötigt haben.

Die Geschichte von Samsung

Konzern mit langer Geschichte

Smartphones, Fernseher, Computer, Kameras, und und und: Samsung ist einer der größten Elektronikhersteller der Welt. Die Geschichte des südkoreanischen Mischkonzerns begann Ende der 30er Jahre.

Trockennahrung und Getreidemühlen

Den Grundstein des Konzerns legte der Südkoreaner Lee Byung Chul bereits 1938 mit gerade einmal 25 US-Dollar in der Tasche. Er verkaufte Trockennahrung nach China. Nur ein Jahrzehnt später hatte sein anfangs kleines Unternehmen bereits eigene Getreidemühlen und Maschinen zur Herstellung von Konfekt.

Umzug im Korea-Krieg

Während des Koreakrieges (1950-53) musste Lee Byung Chul die Hauptstadt Seoul verlassen, in Busan eröffnete er eine Zuckerraffinerie. Nach dem Krieg gründete er auch eine Textilienfirma und baute eine Fabrik.

Lebensversicherungen

1963 kauft das Unternehmen die Dongbang Lebensversicherungen auf und macht sie zur heutigen Samsung Lebensversicherung. Die Tochtergesellschaft ist größter Versicherer in Südkorea.

Fernseher und Kühlschränke

Ende der 1960er Jahre fängt Samsung an, Elektronik zu produzieren. So kommt 1970 ein Schwarz-Weiß-Fernseher auf den Markt. Vier Jahre später erweitert der Konzern seine Palette um Waschmaschinen und Kühlschränke.

Telekommunikationsausrüstung

1980 übernahm Samsung einen Hersteller von Telekommunikationsausrüstung – die Grundlage für das heutige Handygeschäft.

Generationswechsel und Umstrukturierung

Nach dem Tod von Firmengründer Lee Byung Chul 1987 übernimmt dessen Sohn Lee Kun Hee die Geschäfte. Er teilte den Konzern in vier Gruppen, darunter die heute so bekannte Elektroniksparte.

Autotelefone und Smartphones

In den 1980er Jahren brachte Samsung erste Autotelefone heraus. In den 1990er Jahren verkaufte der Konzern Handys, seit den 2000er Jahren auch Smartphones. Inzwischen ist Samsung der größte Anbieter in diesem Segment, noch vor Apple und Nokia.

Tablet-Computer und intelligente Uhren

Apple hat mit dem iPad den Tablet-Markt geschaffen, Samsung macht dem kalifornischen Konzern mit seinen Galaxy-Tab-Geräten aber inzwischen enorm Konkurrenz. Außerdem hat der südkoreanische Hersteller mit der Galaxy Gear eine Smartwatch herausgebracht.

Der Staatsanwaltschaft zufolge wurden 53 Konzerne dazu gedrängt, Geld zu zahlen. Andernfalls hätten ihnen Belastungen wie etwa Betriebsprüfungen gedroht.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

11.01.2017, 16:08 Uhr

Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

Account gelöscht!

11.01.2017, 16:23 Uhr

Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:13 Uhr
Obama hat in Nazi-Deutschland Asyl beantragt. Kim Jong-un hat es genehmigt.

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