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27.04.2015

16:22 Uhr

Logistik-Chef Roger Crook

Post-Frachtchef muss den Hut nehmen

Roger Crook tritt zurück: Der Chef der kriselnden Fracht-Sparte der Post wirft das Handtuch. „Der Preis- und Margendruck ist branchenweit weiterhin hoch“, beklagte Post-Chef Frank Appel zuletzt.

Roger Crook ist bei der Deutschen Post zurückgetreten. Reuters

Nicht mehr Fracht-Chef

Roger Crook ist bei der Deutschen Post zurückgetreten.

DüsseldorfDie Deutsche Post muss einen neuen Chef für ihre kriselnde Frachtsparte finden. Vorstandsmitglied Roger Crook habe sein Mandat „aus persönlichen Gründen“ mit sofortiger Wirkung niedergelegt, teilte die Post am Montag mit. Darüber hinaus wollte sich ein Sprecher nicht äußern. Einen Nachfolger für den 58-jährigen Briten hat die Post noch nicht parat, deshalb übernimmt Vorstandschef Frank Appel die Aufgaben Crooks bis zur Berufung eines neuen Vorstands mit, wie es hieß.

Crook war erst 2011 in den Vorstand aufgerückt, davor hatte er das florierende Express-Geschäft des Konzerns in Asien geleitet. Während die Post im weltweiten Express-Geschäft ihre Gewinne immer weiter erhöht und auch in Deutschland vom boomenden Online-Handel profitiert, bereitet Appel die Fracht-Sparte Sorge.

„Der Preis- und Margendruck ist branchenweit weiterhin hoch“, beklagte der Post-Chef jüngst. Er will das weltweite Frachtgeschäft wieder auf Kurs bringen, das rund ein Viertel zum Konzernumsatz beiträgt. Appel steckt dazu Geld in die Datenverarbeitung der Frachtsparte, die derzeit vor allem noch mit Papierdokumenten arbeitet.

Die Warenlogistik soll zudem umgebaut werden. Die Investitionen lasten jedoch auf dem Gewinn, erst 2016 sei Besserung in Sicht. Im vergangenen Jahr war der operative Gewinn (Ebit) der Sparte um knapp 40 Prozent auf 293 Millionen Euro eingebrochen.

Von

rtr

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