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07.06.2017

12:18 Uhr

Thomas Winkelmann

Air-Berlin-Chef entschuldigt sich für Verspätungen

Thomas Winkelmann ist für die angeschlagene Air Berlin auf der Suche nach einem Partner. Dadurch sollen Arbeitsplätze langfristig gesichert werden. Bei den Kunden entschuldigt sich der Konzernchef für die Verspätungen.

Anfrage für Finanzhilfen

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Anfrage für Finanzhilfen: Muss der Steuerzahler nun Air Berlin retten?

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FrankfurtDie angeschlagene Fluglinie Air Berlin benötigt nach Aussagen von Konzernchef Thomas Winkelmann schnell einen Partner. „Wir müssen 2017 einen Partner finden, und die Lufthansa ist einer von einigen möglichen“, sagte Winkelmann in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview mit der „Zeit“. „Ich prüfe alles, was für Air Berlin Sinn ergibt und die Arbeitsplätze langfristig sichert.“

Die Lufthansa mietet bereits einige Flugzeuge samt Crews von Air Berlin und hat offen Interesse an einem Kauf des Restgeschäfts. Allerdings gibt es dafür hohe Hürden wie die Schulden der Berliner. Die Hauptstadtfluglinie steckt seit Jahren in der Krise und flog voriges Jahr einen Rekordverlust von 782 Millionen Euro. Großaktionär Etihad hält die Berliner mit Finanzspritzen am Leben.

Winkelmann, früherer Chef der Lufthansa-Tochter Germanwings, war im Februar von Deutschlands größter Fluggesellschaft auf den Chefsessel von Air Berlin gewechselt. Vorwürfe, er solle Air Berlin herunterwirtschaften, damit die Lufthansa die kleinere Rivalin schlucken kann, wies er zurück. „Das ist blanker Hohn. Ich habe einen Vertrag unterschrieben, und den will ich mindestens erfüllen.“

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat bereits offen Interesse an einer Übernahme von Air Berlin bekundet. Allerdings müssten dazu die Betriebskosten der Airline sinken, die Großaktionärin Etihad müsse die Schulden übernehmen und die Aufsichtsbehörden müssten zustimmen. Ein Teil von Air Berlin ist seit Februar bereits für die Lufthansa unterwegs. Der Konzern hat 38 Maschinen samt Personal für seine Töchter Eurowings und Austrian Airlines gemietet.

Winkelmann bat bei den Kunden von Air Berlin um Entschuldigung für die seit Monaten anhaltenden Probleme in seinem Unternehmen. „Mir tun die Verspätungen leid“, sagte er der Zeitung. „Ich selbst ärgere mich schon schwarz über zehn Minuten Verspätung.“

Kommentare (1)

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Herr Max Nolte

07.06.2017, 14:03 Uhr

Mir tut die AB leid, mal abgesehen von den Verspätungen und dem miesen Helpdesk wo nachweislich der Kunde hingehalten wurde, was einfach nur asozial aber nicht nur bei AirBerlin so ist (allen voran Mietwagenfirmen und Telefongesellschaften), habe ich das Boden- und Luftpersonal stets freundlich und kompetent erlebt und fliege daher gerne mit AB.

...hätten se mal die gute alte LTU als Marke gelassen damals...

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