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27.11.2014

19:13 Uhr

Wilhelmshavener Tiefseehafen

Neue Hoffnung für Jade-Weser-Port

ExklusivHoffnung für den Jade-Weser-Port: Die beiden Großreedereien Maersk und MSC wollen ab Beginn des kommenden Jahres den Hafen wöchentlich mit zwei Containerdiensten anlaufen. 2017 sei eine schwarze Null möglich.

Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven rechnet für 2017 mit einer schwarzen Null. AFP

Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven rechnet für 2017 mit einer schwarzen Null.

DüsseldorfFür den skandalumwitterten Wilhelmshavener Jade-Weser-Port, der mit 650 Millionen Euro Steuergeld vor zwei Jahren als erster deutscher Tiefseehafen in Betrieb ging, gibt es neue Hoffnung. „Wir rechnen dort 2017 mit einer schwarzen Null“, sagte BLG-Vorstandschef Frank Dreeke dem Handelsblatt (Freitagausgabe). Die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft ist zur Hälfte am Terminalbetreiber Eurogate beteiligt.

Anlass für den Optimismus geben Zusagen der beiden Großreedereien Maersk und MSC, ab Beginn des kommenden Jahres den Hafen wöchentlich mit zwei Containerdiensten anzulaufen. Die Mega-Schiffe fassen 13.000 bis 18.000 Seecontainer, die ab Wilhelmshaven mit Verteilerschiffen weiter in den Nord- und Ostseeraum verschifft werden sollen.

Ursprünglich hatte Maersk den Hafen in Hamburg anlaufen wollen, den Plan aber nach dem gerichtlichen Stopp der Elbvertiefung geändert. Bislang gilt der Jade-Weser-Port, in den auch 350 Millionen Euro von Privatinvestoren flossen, als Investitionsruine. Derzeit beträgt die Auslastung wegen fehlender Schiffsanläufe gerade einmal 2,8 Prozent.

Von

cs

Kommentare (4)

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Herr Frank Willers

27.11.2014, 18:56 Uhr

Guten Tag,
das Bild eines ausgebrannten Containerschiffs ist aber irgendwie unpassend zum Bericht.

Frau Handelsblatt Redaktion

27.11.2014, 19:24 Uhr

Lieber Herr Willers, da haben Sie vollkommen recht. Wir haben das Bild gleich geändert. Viele Grüße aus der Redaktion (son)

Sergio Puntila

27.11.2014, 19:40 Uhr

Der Jade-Weser-Hafen wurde in eine Zukunft gebaut, die damals zu Planungszeiten gegolten haben mag.
Postpanamax etc.pp. haben das Projekt bislang zu relativieren vermocht.
Und klar: dass der einzige Tiefwasserhafen in D bislang eher ambitioniert aussieht - okay.
Man sollte indes trotzdem weiter den Blick nach vorn richten - solange das iwie finanzierbar bleibt: meist erledigt sich Misserfolg stets dann, wenn alle es irgendwie gewußt haben wollen...

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