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03.03.2017

11:06 Uhr

London Stock Exchange

Höhere Dividende als Ausgleich fürs Scheitern

VonKatharina Slodczyk

Der Londoner Börsenbetreiber erhöht seine Dividende. Zur Vorlage der Jahreszahlen betont die LSE die guten Zukunftsaussichten – auch wenn der geplante Zusammenschluss mit der Deutschen Börse voraussichtlich platzt.

Die LSE erhöht die Dividende und betont, dass sie auch alleine wachsen kann. Reuters, Sascha Rheker

London Stock Exchange

Die LSE erhöht die Dividende und betont, dass sie auch alleine wachsen kann.

LondonDer Börsenbetreiber London Stock Exchange (LSE) hat seinen Aktionären eine um ein Fünftel höhere Dividende in Aussicht gestellt. Die Auszahlung wird damit auf 43,2 Pence je Aktie steigen, wie das Unternehmen am Freitagmorgen ankündigte. Dies soll die „guten Perspektiven widerspiegeln“, betonte LSE-Chef Xavier Rolet bei der Veröffentlichung der Jahreszahlen. Und die Zukunft sieht er wohl für die LSE in erster Linie darin, als alleinstehendes Unternehmen weiterzumachen – ohne die geplante Fusion mit der Deutschen Börse.

Am späten Sonntagabend hat der Londoner Börsenbetreiber öffentlich gemacht, dass man kaum mehr Chancen sieht, das Vorhaben durchzusetzen. Der Grund: Die Europäische Kommission haben Zugeständnisse gefordert, die man als zu weitreichend ablehne. Die Wettbewerbshüter wollen, dass die LSE sich von ihrer Mehrheitsbeteiligung an der Handelsplattform MTS trennt.

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Die Sparte selbst ist zwar eher klein, doch sie ist Teil des Italien-Geschäfts der LSE, das als wesentlicher Ertragsbringer gilt. Die Forderungen der Kommission hätten das Unternehmen eine sehr schwierige Lage gebracht. Darauf werde man sich nicht einlassen, betonte Rolet am Freitag.

Er erteilte den Fusionsplänen zwar keine komplette Absage und beteuerte stattdessen: Man arbeite weiterhin daran, grünes Licht für den Zusammenschluss zu bekommen. Doch er machte auch klar, dass das Unternehmen in einer guten Position sei, um allein zu bestehen und zu wachsen. Im vergangenen Jahr lag der operative Gewinn bei 426 Million Pfund (umgerechnet 496 Millionen Euro) – sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettoüberschuss ist dagegen von 357 Millionen Pfund auf rund 193 Millionen Pfund gesunken – unter anderem wegen der Kosten für das Fusionsvorhaben.

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