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27.10.2016

02:57 Uhr

Lufthansa-Billigableger

Flugbegleiter bestreiken Eurowings

Die Tarifgespräche sind gescheitert, nun macht das Kabinenpersonal Ernst: Die Vertretung der Flugbegleiter hat mit dem angekündigten Streik des Lufthansa-Billigableger Eurowings begonnen. Etliche Flüge wurden gestrichen.

Ein ganztägiger Streik der Flugbegleiter führt bei Eurowings zu etlichen Flugausfällen. dpa

Eurowings

Ein ganztägiger Streik der Flugbegleiter führt bei Eurowings zu etlichen Flugausfällen.

Köln/DüsseldorfBeim Lufthansa-Billigflieger Eurowings fallen am Donnerstag viele Flüge aus. Grund ist ein ganztägiger Streik der Kabinengewerkschaft Ufo bei den Teilgesellschaften Eurowings GmbH und der größeren Germanwings. Sie betreiben zusammen 81 der insgesamt 92 Flugzeuge, die unter dem Markennamen Eurowings unterwegs sind.

Nach ersten Einschätzungen der Airline werden nahezu alle innerdeutschen Flüge ausfallen. Auch im Europa-Verkehr sei mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Zum Ausstand aufgerufen sind die Crews an sämtlichen größeren deutschen Flughäfen mit Ausnahme der großen Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München, wo ein weitgehend normaler Betrieb stattfinden sollte.

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Das Kabinenpersonal von Eurowings streikt am Donnerstag ganztägig. Die Ausweitung des Streiks auf Germanwings ist ein taktischer Schachzug der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo, der die gesamte Lufthansa-Tochter lähmt.

Das Unternehmen hat den betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen angeboten. Sicher nicht bestreikt werden die Langstreckenflüge der Marke Eurowings. Zudem sollen einzelne Europa-Flüge trotz des Streiks stattfinden. Einen Sonderflugplan wollte Eurowings auf der eigenen Homepage veröffentlichen.

Ausgangspunkt des Streiks waren die gescheiterten Tarifgespräche bei der Düsseldorfer Eurowings GmbH. In den Verhandlungen bis in den Mittwochmorgen hatten sich Ufo und das Unternehmen letztlich nicht auf ein gemeinsames Schlichtungsverfahren einigen können.

Am Mittwochabend hatte Ufo dann das Streik-Szenario noch auf die größere Konzernschwester Germanwings ausgeweitet, indem man dort die offenen Tarifgespräche zur Teilzeit für gescheitert erklärte und somit auch dort in den Arbeitskampf einsteigen kann.

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Germanwings betreibt für die Eurowings-Plattform 58 Maschinen, die Eurowings GmbH 23 Jets. Zusätzlich ist noch ein knappes Dutzend Flugzeuge dazu gemietet, bei einer österreichischen Gesellschaft registriert oder auf der Langstrecke eingesetzt. Diese können aktuell nicht bestreikt werden.

Von

dpa

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