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17.01.2007

15:30 Uhr

Luftverkehr

Air-France-Chef zieht sich aus Alitalia-Verwaltungsrat zurück

Der Chef der Fluggesellschaft Air France-KLM, Jean Cyril Spinetta, hat seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia erklärt.

dpa ROM. Der Chef der Fluggesellschaft Air France-KLM, Jean Cyril Spinetta, hat seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia erklärt.

Nach der Entscheidung der Regierung in Rom, ihre Alitalia-Anteile zu verkaufen, habe Cyril einen Interessenkonflikt vermeiden wollen, hieß dazu es in Rom. Allerdings äußerte sich Air France-KLM, die seit Jahren als „Wunschpartner“ von Alitalia gelten, nicht dazu, ob sie das Aktienpakets übernehmen wolle.

Cyril gehörte dem Alitalia-Führungsgremium seit 2002 an, nachdem beide Gesellschaften eine kommerzielle Partnerschaft abgeschlossen und zwei Prozent ihres Aktienkapitals ausgetauscht hatten. Alitalia strebt seit längerem eine Übernahme durch Air France an. Unlängst hatte aber Ministerpräsident Romano Prodi Zweifel an einer Fusion geäußert, auch andere Quellen sehen eine strategische Partnerschaft der beiden Unternehmen eher als unwahrscheinlich.

Die italienische Regierung hatte kürzlich entschieden, ihren 49,9- Prozent-Anteil an Alitalia zu verkaufen. Interessenten müssen mindestens 30,1 Prozent übernehmen. Die Frist für die Gebote läuft bis zum 29. Januar.

Alitalia schreibt bereits seit längerer Zeit tiefrote Zahlen. Allein im ersten Halbjahr 2006 waren die operativen Verluste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kräftig von 83,8 Mill. Euro auf 131,8 Mill. gestiegen.

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