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31.08.2015

16:10 Uhr

Machtkampf bei der GDL

Weselsky schmeißt seinen Vorgänger raus

Der interne Streit der Lokführergewerkschaft GDL hat erste personelle Konsequenzen: Mehrere Top-Funktionäre müssen die Gewerkschaft verlassen. Als offizielle Begründung werden Beitragsrückstände angegeben.

Die nun ausgeschlossenen Gewerkschafter hatten wiederholt den konfrontativen Kurs Weselskys in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn kritisiert. Reuters

Hauskrach um Weselsky

Die nun ausgeschlossenen Gewerkschafter hatten wiederholt den konfrontativen Kurs Weselskys in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn kritisiert.

FrankfurtDer Hauskrach bei der Lokführergewerkschaft GDL ist eskaliert. Der geschäftsführende Vorstand um Gewerkschaftschef Claus Weselsky hat am Montag gleich eine ganze Reihe früherer Top-Funktionäre aus der Gewerkschaft ausgeschlossen. An der Spitze trifft es Weselskys Vorgänger Manfred Schell, der die GDL bis 2008 geführt und den ersten eigenständigen Lokführertarif bei der Deutschen Bahn erkämpft hatte.

Auch die beiden ehemaligen Stellvertreter Weselskys, Sven Grünwoldt und Thorsten Weske, müssen die Gewerkschaft verlassen. Als Grund nannte die GDL in Frankfurt Beitragsrückstände in teilweise fünfstelliger Höhe. Die Gewerkschafter hatten wiederholt den konfrontativen Kurs Weselskys in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn kritisiert.

„Wer trotz mehrfacher Aufforderung seinen Beitragszahlungen nicht nachkommt, hat keinen Anspruch auf Mitgliedschaft. Dies gilt für jeden, ohne Ansehen der Person“, erklärte hingegen der amtierende GDL-Vize Norbert Quitter. Wegen gewerkschaftsschädigenden Verhaltens habe der geschäftsführende Vorstand auch den Ausschluss der Ex-Funktionäre Volker Siewke und Dieter Kowalsky beschlossen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Teito Klein

31.08.2015, 18:45 Uhr

Politische Säuberung
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Weselsky schmeißt seinen Vorgänger raus".
Dieser kritisierte den Kurs von Weselsky. Das ist bei der GDL "Gotteslästerung".
Es wird Zeit, dass der "Mao von der Bahn" wieder zum unbefristeten Streik aufruft.
Es kann/darf doch nicht sein, dass die Züge fahren.

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