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04.03.2006

13:15 Uhr

Machtkampf bei VW

Wulff will Kampfabstimmung bei VW

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff steht im Machtkampf zwischen VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch offenbar fest hinter dem Vorstandsvorsitzenden: Wulff will Pischetsrieder bereits auf der Sitzung des Aufsichtsratspräsidiums am 19. April zur Wiederwahl vorschlagen.

Der niedersächsische Ministerpräsident, Christian Wulff, steht hinter dem VW-Vorstandsvorsitzenden Pischetsrieder. Foto: dpa (14.11.2005)

Der niedersächsische Ministerpräsident, Christian Wulff, steht hinter dem VW-Vorstandsvorsitzenden Pischetsrieder. Foto: dpa (14.11.2005)

HB DÜSSELDORF/BERLIN. Dies berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Informationen aus dem VW-Aufsichtsrat. Einen Tag später, am 20. April, soll der Aufsichtsrat dann über die Vertragsverlängerung entscheiden - notfalls in einer Kampfabstimmung. Wulff setzt dabei offenbar auch auf die volle Unterstützung von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, der erst seit wenigen Tagen im VW-Aufsichtsrat sitzt.

Wiedeking werden jedoch selbst Ambitionen um den VW-Chefposten nachgesagt, Porsche-Ingenieure in Zuffenhausen berichteten gegenüber der Wirtschaftswoche darüber, dass er schon zahlreiche Kollegen konkret mit VW-Problemen beschäftige, um die möglichen Entwicklungspotenziale in Wolfsburg auszuloten. Ein Vertrauter Wiedekings sagte dem Magazin: "Wir haben doch nicht fast unsere gesamten Barreserven für den Ankauf von VW-Aktien gehoben, um die weitere Entwicklung des Unternehmens stillschweigend zu begleiten." Andere sehen in dem deutlichen und prompten Engagement noch mehr: "Der läuft sich warm für den Chefsessel in Wolfsburg", so ein Porsche-Entwickler über Wiedeking.

VW-Chef Bernd Pischetsrieder will indessen trotz der von Piëch ausgelösten Diskussion über seine Zukunft an der Spitze des Wolfsburger Autokonzerns bleiben. „Ich will das, was ich vor Jahren begonnen habe, zu einem nachhaltigen Erfolg führen“, sagte Pischetsrieder der „Welt am Sonntag“.

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