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31.03.2017

12:07 Uhr

Marcelino Fernández Verdes

Hochtief-Chef wird Vorstand bei Konzernmutter

Hochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes wird künftig noch häufiger nach Spanien reisen. Der Manager, der den Baukonzern seit 2012 leitet, rückt nun in den Vorstand des Hauptaktionärs ACS auf.

In Spanien wird erwartet, dass der Hochtief-Chef als nächstes zum Vorstandsvorsitzenden von ACS ernannt wird. dpa

Marcelino Fernández Verdes

In Spanien wird erwartet, dass der Hochtief-Chef als nächstes zum Vorstandsvorsitzenden von ACS ernannt wird.

Madrid/EssenDer Chef des Essener Baukonzerns Hochtief, Marcelino Fernández Verdes, wird in den Vorstand des spanischen Hochtief-Hauptaktionärs ACS geholt. Diese Berufung soll neben weiteren Ernennungen auf der Jahreshauptversammlung am 4. Mai in Madrid von den Aktionären bestätigt werden, wie aus der am Donnerstagabend veröffentlichten Tagesordnung des Treffens hervorgeht.

ACS hatte Hochtief 2011 mehrheitlich übernommen und Fernández Verdes Ende 2012 zur Leitung der Umstrukturierung nach Essen geschickt. 2014 wurde er auch Chef der australischen Tochter Leighton, die inzwischen CIMIC heißt.

In Branchenkreisen wird erwartet, dass Verdes die neue Aufgabe in Spanien und seine Aufgaben bei Hochtief und in Australien vorerst parallel erledigt. Ein Hochtief-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Schon jetzt reist Verdes regelmäßig zwischen Essen, Madrid und Sydney hin und her.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

ACS-Präsident Florentino Pérez, der auch Präsident des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid ist, hatte bereits 2015 angekündigt, dass der Hochtief-Chef nach Madrid zurückkehren und bei ACS die Position eines Geschäftsführers übernehmen soll.

Pérez hatte erst vor einigen Wochen erklärt, er hoffe, dass er sich die Führung des Unternehmens so bald wie möglich mit dem 62 Jahre alten Ingenieur werde teilen können. In Spanien wird deshalb erwartet, dass Fernández Verdes als nächstes zum Vorstandsvorsitzenden ernannt wird.

Von

dpa

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