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10.12.2013

16:01 Uhr

Mary Barra

General Motors bekommt erstmals eine Frau als Boss

Mary Barra heißt die erste Frau, die einen internationalen Autobauer führen wird. Bei General Motors beerbt die Managerin Dan Akerson. Barra wird damit wohl zur mächtigsten Managerin der US-Wirtschaft.

Führungswechsel beim Autobauer

GM-Chefin: „Wir müssen einfach gute Autos bauen“

Führungswechsel beim Autobauer: GM-Chefin: „Wir müssen einfach gute Autos bauen“

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Detroit/DüsseldorfPremiere in der Autoindustrie: Bei General Motors übernimmt mit Mary Barra eine Frau das Ruder. Sie wird ab Januar die erste Vorstandschefin eines internationalen Autokonzerns. General Motors bestätigte am Dienstagnachmittag entsprechende Medienberichte.

Barra ist eine GM-Veteranin und arbeitet seit ihrem 18. Lebensjahr für die Opel-Mutter. Die 51-Jährige startete ihre Karriere 1980 als Studentin beim General Motors Institut in Flint im US-Bundesstaat Michigan. Ihre erste Festanstellung hatte sie als Betriebsingenieurin bei der ehemaligen GM-Marke Pontiac. Dort arbeitete auch ihr Vater 39 Jahre lang. Barra ist seit knapp zwei Jahren für die weltweite Produktentwicklung und das Qualitätsmanagement bei General Motors verantwortlich.

Die mächtigsten Vorstandschefinnen der USA

Mary Barra

General Motors
Automobilindustrie
Fortune-500-Rang (des Unternehmens): #7
Im Dezember 2013 bestätigte General Motors, die 51-Jährige Chefin der Produktentwicklung an die Spitze des Konzerns zu befördern.

Meg Whitman

Hewlett Packard (HP)
Informationstechnologie
Fortune-500-Rang: #15
Die ehemalige Chefin des Online-Auktionshauses Ebay führt HP seit 2011. Ein Jahr zuvor hatte sie für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien kandidiert – erfolglos.

Virginia Rometty

IBM
Informationstechnologie
Fortune-500-Rang: #20
Etwas mehr als dreißig Jahre hatte „Ginni“ Rometty für den Technologiekonzern IBM gearbeitet, bevor sie Anfang 2012 den Sprung an die Spitze schaffte.

Patricia A. Woertz

Archer Daniels Midland
Agrar/Landwirtschaft
Fortune-500-Rang: #27

Indra K. Nooyi

Pepsi
Getränke, Nahrungsmittel
Fortune-500-Rang: #43

Marillyn Hewson

Lockhhed Martin
Rüstung
Fortune-500-Rang: #59

Ellen J. Kullman

DuPont
Chemie
Fortune-500-Rang: #72

Irene B. Rosenfeld

Mondelez International
Nahrungsmittel
Fortune-500-Rang: #88

Phebe Novakovic

General Dynamics
Rüstung
Fortune-500-Rang: #98

Carol M. Meyrowitz

TJX Companies
Einzelhandel
Fortune-500-Rang: #131

Es sei eine aufregende Zeit, um an der Spitze von GM zu stehen, sagte die zweifache Mutter. Die Managerin folgt auf Dan Akerson, der dem US-Autoriesen seit dem Jahr 2010 vorsteht. Der 65-Jährige trete am 15. Januar als GM-Vorsitzender ab, teilte der Autobauer mit. Grund für den um einige Monate vorgezogenen Rückzug sei eine Krebserkrankung seiner Frau. An der Börse gehörte GM nach der Eröffnung zu den größeren Verlierern mit einem Abschlag von 0,8 Prozent.

Als erste Chefin eines internationalen Autokonzerns gesellt sich Barra zu amerikanischen Top-Managerinnen wie Ginni Rometty bei IBM., Indra Nooyi bei PepsiCo, Marissa Mayer von Yahoo, Meg Whitman von Hewlett-Packard und Ursula Burns von Xerox. Dennoch dürfte Barra zur wohl mächtigsten Managerin der US-Wirtschaft werden.

Gerade in der von Männern dominierten Autobranche ist es selten, dass Frauen hochrangige Positionen einnehmen. Bisher wurde noch kein großer Autobauer von einer Frau geleitet. Auch den großen deutschen Konkurrenten wie BMW, Volkswagen und Daimler stehen Männer vor.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

10.12.2013, 16:07 Uhr

DIESE FRAU WAR FÜR DIE PRODUKTENTWICKLUNG UND QUALITÄT BEI GM VERANTWORTLICH. NA DANN KANN GM NUR WIEDER PLEITE GEHEN MIT DER ALS CEO!

Teure billig Leder und Plastikschüssel verkaufen sich halt nicht.

Account gelöscht!

10.12.2013, 17:38 Uhr

GM hat sich schon verbessert, im Vergleich zu früher.

Vielleicht bedarf es erst einer Frau um etwas mehr Vernunft in die amerikanische Autoindustrie zu bringen um der männlichen Klientel auszureden, dass es keines Klein-Lkw mit 12 Litern Hubraum und 7 m Länge bedarf, um sich als freier Amerikaner zu fühlen.

MatthiasReinhold

10.12.2013, 20:12 Uhr

...und GM benötigte noch nicht einmal eine Quotenregelung dazu!

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