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07.03.2018

12:30 Uhr

Unternehmensberater haben lange Arbeitszeiten – die Branche boomt aber wie nie. Imago

Bürogebäude bei Nacht

Unternehmensberater haben lange Arbeitszeiten – die Branche boomt aber wie nie.

McKinsey, Bain und Co.

Berater knacken die 30-Milliarden-Euro-Marke

VonMaike Telgheder, Ina Karabasz

Das Geschäft der Beratungsunternehmen boomt. Taktgeber ist die digitale Transformation. Die Einstellungsbereitschaft in der Branche ist hoch: Mitarbeiter werden händeringend gesucht – und nicht nur Nachwuchs.

Frankfurt, DüsseldorfDie Leistungen der rund 140.000 Mitarbeiter starken Beraterbranche in Deutschland sind gefragt: Zum achten Mal in Folge ist ihr Umsatz hoch einstellig gewachsen. Im vergangenen Jahr legte der Umsatz um 8,5 Prozent auf erstmals mehr als 30 Milliarden Euro zu, genau sind es 31,5 Milliarden Euro.

Auch für das laufende Jahr sind die Firmen optimistisch und erwarten Zuwächse in einer ähnlichen Größenordnung wie 2017. Das zeigt eine vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) durchgeführte Branchenumfrage, an der sich gut 500 Firmen beteiligt haben.

Wurde vor einigen Jahren noch prognostiziert, dass die Consultingfirmen am Ende der Wachstumsmöglichkeiten in einer Reifephase angelangt seien, so hat sich die Lage längst wieder gedreht.

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Taktgeber der Entwicklung ist die digitale Transformation, die die Wirtschaft vor vielfältige Herausforderungen stellt. „Das hohe Wachstum der Consultingbranche zeigt, dass wir uns auf diesen Beratungsbedarf eingestellt haben“, sagt BDU-Präsident Ralf Strehlau, der Eigentümer und geschäftsführenden Gesellschafter der Firma Anxo Management Consulting in Frankfurt ist.

Wie die Marktumfrage zeigt, erwarten 93 Prozent der Teilnehmer, dass Beratungsprojekte mit Digitalisierungshintergrund auch ein wesentlicher Wachstumstreiber bleiben werden. So sollen zum Beispiel Projekte mit den Klienten, in denen die Themen Big Data und Datenanalyse im Mittelpunkt stehen, weiter ausgebaut werden (Zustimmung: 95 Prozent).

Diesen Trend bestätigt auch Carsten Kratz, Deutschland-Chef der Boston Consulting Group. Es gehe mittlerweile nicht mehr nur darum, disruptive Ideen zu haben. „Viele Unternehmen fragen sich, wie sie ihr Kerngeschäft transformieren können“, sagte er. Und das sei eine klassische Beratungsdienstleistung, bei der man viele Impulse geben könne.

Eine große Chance für die deutsche Wirtschaft und auch für die Berater sieht Kratz in der Auswertung von Daten, etwa von Sensoren in der Industrie. BCG etwa hat einen zweistelligen Millionenbetrag investiert, um den Bereich „Digital and Analytics“ auszubauen. Dort wird unter anderem spezielle Software für Kunden entwickelt, um die anfallenden Daten in den Unternehmen besser und genauer analysieren zu können.

Die größten Steuerberater Deutschlands

Platz 10

BDO Gruppe

Deutschlands fünftgrößter Wirtschaftsprüfer liegt allein nach Steuerberatungsumsätzen mit rund 60 Millionen Euro im Jahr 2016 nur auf dem zehnten Platz.

Platz 9

Roever Broenner Susat Mazars

Die im Jahr 2015 fusionierte Gesellschaft aus der Hamburger RBS Roever Broenner Susat und der französischen Mazars liegt mit einem Umsatz von 63 Millionen Euro auf dem neunten Platz.

Platz 8

Ebner Stolz

Die Kanzlei Ebner Stolz erzielte Einnahmen von insgesamt 73 Millionen Euro in der Steuerberatung.

Platz 7

WTS Group

Die Münchener Gesellschaft erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Steuerberatungsumsatz von 83,4 Millionen Euro, 13,2 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Platz 6

Rödl & Partner

Die Steuerberatungsgesellschaft erzielte einen Gesamtumsatz von 200 Millionen Euro – davon 92,5 Millionen Euro allein durch Steuerberatungsumsätze.

Platz 5

Flick Gocke Schaumburg
Die Bonner Kanzlei erzielt fast 90 Prozent ihrer Einnahmen mit Steuerberatung. Die Honorareinnahmen im vergangenen Geschäftsjahr betrugen 106,5 Millionen Euro.

Platz 4

Deloitte

Die Kanzlei erzielte 163 Millionen Euro aus Umsätzen in der Steuer- und Steuerrechtsberatung, bei einem Gesamtumsatz von 963 Millionen Euro – das bedeutet Platz vier im Ranking.

Platz 3

KPMG

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft verzeichnete 163 Millionen Euro Honorareinnahmen, dabei machen die Steuerberatungsumsätze nur knapp 23 Prozent des Unternehmens aus. Der Gesamtumsatz von KPMG lag bei 1,6 Milliarden Euro.

Platz 2

Pricewaterhouse Coopers

Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 1,9 Milliarden Euro und konnte ein Plus von 15,5 Prozent verzeichnen. Der Umsatz aus Steuerberatungsleistungen betrug dabei 442 Millionen Euro.

Platz 1

Ernst & Young

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erzielte mit 1,57 Milliarden Euro zwar einen geringeren Gesamtumsatz, liegt aber mit den Steuerberatungsumsätzen ganz klar vor allen anderen – insgesamt bei 533 Millionen Euro.

Quelle: Juve Steuermarkt, Mai 2017

Allerdings erwartet die Beraterbranche gerade in diesem Handlungsfeld in den kommenden Jahren spürbare Konkurrenz durch bereits bestehende oder neue Wettbewerber, zum Beispiel Online-Plattformen, zeigt die BDU-Branchenumfrage. 92 Prozent der Umfrageteilnehmer stimmen dieser Aussage zu.

Die Unternehmensberatung Bain eröffnet neben San Francisco bald auch in Berlin ein neues Digitalzentrum. In diesem Hub sollen die Kunden vor Ort Zugang zu lokalen Innovatoren bekommen und sich mit Digitalexperten aus verschiedenen Branchen austauschen können. Zudem stellt Bain spezielle Digitalteams zusammen, die über Design- und Entwicklungslabore sowie Hightech für die Datenanalyse verfügen.

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Kommentare (9)

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Novi Prinz

07.03.2018, 12:38 Uhr

Hier scheint hoher Beratungsbedarf vorhanden , bezüglich der Überschrift ?

Novi Prinz

07.03.2018, 12:41 Uhr

Oha ,, schon korriegiert ? Na geht doch !

Herr Carlos Santos

07.03.2018, 12:48 Uhr

MCKINSEY, BAIN UND CO.
Berater knacken die 30-Milliarden-Euro-Marke
Das Geschäft der Beratungsunternehmen boomt. Taktgeber ist die digitale Transformation. Die Einstellungsbereitschaft in der Branche ist hoch: Mitarbeiter werden händeringend gesucht – und nicht nur Nachwuchs.

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Ein Berater hier und ein Berater da, doch Erfolge sind absolut gar keine da !!!!!

In Brüssel bei der Europäische Union da ist eine Kandidatin dabei die soll sogar HELLSEHERISCHE FÄHIGKEITEN haben, DOCH IN GANZE EU SIEHT ES RABEN SCHWARZ SCHLECHT AUS !

Wozu dann solche Berater verhalten und vor allem für so viel ÜBERTEUERTE HONORARE?

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