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29.04.2013

06:44 Uhr

Medienbericht

Hoeneß dementiert Treffen des Bayern-Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat des FC Bayern München kommt nicht heute zusammen, um über die Zukunft des wegen Steuerhinterziehung kritisierten Vorsitzenden Uli Hoeneß zu beraten. Ein Treffen finde erst später statt, so Hoeneß.

Der Präsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, ist auch Chef des Aufsichtsrats. dpa

Der Präsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, ist auch Chef des Aufsichtsrats.

MünchenDer wegen einer Steueraffäre in die Kritik geratene FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat dementiert, dass der Aufsichtsrat des Clubs am Montag zusammenkommt. "Das ist totaler Blödsinn", sagte Hoeneß der "Süddeutschen Zeitung". Die nächste Sitzung finde wie geplant am 06. Mai statt. Der Termin stehe seit November fest. "Und bis dahin passiert überhaupt nichts", wurde Hoeneß zitiert.

Hoeneß hatte die Steuerhinterziehung öffentlich eingeräumt und sie als schweren Fehler bezeichnet. Die Staatsanwaltschaft München prüft, ob er sich im Januar rechtzeitig und vollständig selbst anzeigte, um einer Strafe wegen Steuerhinterziehung zu entgehen. Sollte das nicht der Fall sein, droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe.

Volkswagen -Chef Martin Winterkorn, der im Bayern-Aufsichtsrat sitzt, antwortete am Freitagabend im ORF auf die Frage, ob das Gremium von Hoeneß abrücken werde: "Ob das im Aufsichtsrat am Montag diskutiert wird, weiß ich nicht. Ich gehe mal davon aus, eher nicht." Die VW-Tochter Audi ist ein wichtiger Sponsor des FC Bayern.

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Unter den Aufsichtsratsmitgliedern des FC Bayern München wird diskutiert, dem Vorsitzenden Uli Hoeneß zu empfehlen, seine Ämter vorübergehend ruhen zu lassen. Im Falle einer Anklage sei der Manager keinesfalls zu halten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Justizius

29.04.2013, 11:58 Uhr

Diese Aussage von Uli Hoeneß, dass er, so wörtlich "einen Fehler gemacht habe", gefällt mir ebenso wenig wie der andere den Tatbestand der Steuerhinterziehung verniedlichende Begriff "G´schäckle".

Zum Glück hat der BGH eine eindeutige Feststellung bzgl. der Frage, bei welchem hinterzogenen Betrag ein Steuerbetrüger hinter Gitter muss getroffen. Bei 1 Million EURO. Daran kann man auch durch die Einflussnahme der Münchner CSU-Polit-Mafia nicht rütteln.

Es ist ein Skandal, dass sich die politisch gesteuerten Bayerischen Behörden nicht umgehend nach Kenntnisnahme der Steuerhinterziehung des Herrn Hoeneß im Jahre 2012 um den Fall gekümmert haben. Scheinbar tut dem katholischen Süden Deutschlands die Nähe zu Österreich und der Schweiz nicht besonders gut. Dem Staatssäckel ohnehin nicht.

Warum soll ich, als abhängig Beschäftiger und Zahler von Steuern und Sozialversicherungsabgaben die Steuerausfälle, die durch die Steuerbetrüger erzeugt werden mitfinanzieren?

Meine Lösung: Ab in den Knast mit diesen Sozialschmarotzern und Verbrechern, die immer so tun als seien sie rechtschaffende Deutsche und hätten eine Vorbildfunktion und im gleichen Atemzug Deutschland hinterrücks verraten.

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