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05.06.2012

15:48 Uhr

Medienbericht

Milliardär Slim steigt bei Telekom Austria ein

Der reichste Mann der Welt hat Europa im Visier. Einem Bericht zufolge interessiert sich der mexikanische Milliardär Carlos Slim für ein Aktienpaket der Telekom Austria. An der Wiener Börse kam das ganz hervorragend an.

Der mexikanische Milliardär Carlos Slim gilt als der reichste Mann der Welt. AFP

Der mexikanische Milliardär Carlos Slim gilt als der reichste Mann der Welt.

WienDer mexikanische Milliardär Carlos Slim will einem Bericht zufolge in großem Stil bei der Telekom Austria einsteigen. Im Visier hat er dabei das rund 20-prozentige Aktienpaket des Großaktionärs Ronny Pecik, berichtete das Magazin "News" auf seiner Internetseite. Die Telekom-Aktie legte an der Wiener Börse daraufhin in der Spitze um bis zu zehn Prozent auf acht Euro zu.

Slim - laut "Forbes" der reichste Mann der Welt - sei über seinen Mobilfunkkonzern America Mobil bereits mit rund 4,1 Prozent bei der Telekom Austria eingestiegen. Diese Aktien wolle Slim in eine Beteiligungsgesellschaft einbringen, in die auch Pecik sein Aktienpaket stecken soll. Slim biete ihm dafür 9,50 Euro je Anteilsschein. An der gemeinsamen Gesellschaft, die dann auf knapp 25 Prozent aller Telekom-Aktien komme, solle Slim 80 Prozent halten und Pecik über seine Stiftung die restlichen 20 Prozent.

Noch sei der Deal aber nicht in trockenen Tüchern: Der ägyptische Milliardär Naguib Sawiris sträube sich dagegen. Er trat als Geldgeber für den Einstieg von Pecik bei der Telekom auf und wolle den Anteil dem Bericht zufolge lieber an die norwegische Telenor verkaufen.

Eine Sprecherin von Telekom Austria lehnte eine Stellungnahme ab. Die österreichische Staatsholding ÖIAG, die mit gut 28 Prozent größter Aktionär des Telekom-Konzerns ist, war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Carlos Slim ist in Europa kein Unbekannter: Er ist bereits Großaktionär beim niederländischen Mobilfunkanbieter KPN und will seinen Anteil dort auf bis zu 27,7 Prozent ausbauen. Allerdings stößt er damit auf wenig Gegenliebe bei den Niederländern, die die Offerte von America Movil als zu niedrig bezeichnet hatten. Der Konzern ist bisher kaum in Europa präsent, hat allerdings in Lateinamerika bereits alle Märkte erfolgreich abgegrast.

Von

rtr

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