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19.03.2013

16:27 Uhr

Mehr Geld und Jobgarantie

Tausende Mitarbeiter im Warnstreik bei Vattenfall

Gespannte Stimmung bei Vattenfall: Die Beschäftigten des Energiekonzerns gehen auf die Straße, weil sie mehr Geld wollen, aber auch Angst um ihren Arbeitsplatz haben. Der Versorger will in Deutschland 1500 Jobs abbauen.

Mitarbeiter des Energiekonzerns Vattenfall streiken am Braunkohlekraftwerk Schwarze Pump. dpa

Mitarbeiter des Energiekonzerns Vattenfall streiken am Braunkohlekraftwerk Schwarze Pump.

BerlinRund 8500 Angestellte des Energiekonzerns Vattenfall haben sich am Dienstag nach Gewerkschaftsangaben an mehrstündigen Warnstreiks beteiligt. Sie demonstrierten damit für die Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld und einem Schutz vor Entlassungen bis 2020. Die schwedische Konzernleitung hatte in der vergangenen Woche angekündigt, bis Ende 2014 rund 1500 Stellen in Deutschland abzubauen. Die Tarifverhandlungen werden an diesem Mittwoch in Berlin fortgesetzt.

Der Konzern hat bislang 2,2 Prozent höhere Einkommen für die kommenden zwölf Monate und weitere 1,6 Prozent für das folgende Jahr angeboten. Das ist den Gewerkschaften IG BCE, Verdi und IG Metall aber zu wenig.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

In Berlin legten über den Tag etwa 3500 Mitarbeiter in der Hauptverwaltung und drei Heizkraftwerken die Arbeit nieder, wie ein Verdi-Sprecher sagte. Gut 3000 Teilnehmer kamen nach Angaben der IG Metall zu einer Kundgebung in Hamburg.

An anderen Standorten in Ostdeutschland traten laut IG BCE mehr als 2000 Mitarbeiter in den Ausstand. Vor der Einfahrt ins Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg hielten Beschäftigte vorübergehend einen Kohlezug auf. Andere blockierten ein Werkstor des Kraftwerks Boxberg in Sachsen.

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Vattenfall-Vorstandschef Øystein Løseth kam zu einer Versammlung ins Kraftwerk Schwarze Pumpe in Spremberg in der Lausitz. Er habe den Mitarbeitern versichert, dass keine Arbeitsplätze in Lausitzer Kraftwerken und Tagebauen gestrichen würden, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Allerdings müsse über die Struktur in Service-Bereichen nachgedacht werden.

Von

dpa

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