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30.04.2013

19:47 Uhr

Milliardärin

Klatten neue Aufsichtsratschefin von SGL

Sie gilt als reichste Frau Deutschlands: Susanne Klatten ist neue Chefaufseherin beim Grafitspezialisten SGL. Die Quandt-Erbin übernimmt den Posten in schweren Zeiten: Das Unternehmen ist in die roten Zahlen gerutscht.

Quandt-Erbin Susanne Klatten: Mit Skion größter Anteilseigner von SGL. ap

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WiesbadenDie BMW-Großaktionärin Susanne Klatten ist neue Aufsichtsratsvorsitzende des Kohlenstoffspezialisten SGL Carbon. Wie das Unternehmen am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, wurde Klatten wie vorgeschlagen vom neuen Aufsichtsrat als Nachfolgerin von Max Dietrich Kley gewählt, dessen reguläre Amtszeit zur diesjährigen Hauptversammlung endete.

Klatten (51) gilt als reichste Frau Deutschlands. Sie sitzt seit 2009 im SGL-Aufsichtsrat und hält über ihre Beteiligungsgesellschaft SKion knapp 28 Prozent der SGL-Aktien.

Das Unternehmen liefert Graphitelektroden für das Stahlkochen wie leichte Verbundwerkstoffe für die Auto- und Flugzeugindustrie. Deshalb engagieren sich BMW und der Konkurrent Volkswagen bei SGL.

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Wegen konjunktureller Unsicherheiten war die SGL Group im ersten Quartal dieses Jahres aber in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust lag unter dem Strich bei 9,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen in der vergangenen Woche mitteilte. Im Vorjahreszeitraum stand dort noch ein Gewinn nach Steuern von 13,8 Millionen Euro.

Die im MDAX notierte SGL Group hatte zuvor ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr gekappt. Für das schwache Quartal machte Vorstandschef Robert Koehler das zyklische Tief bei Graphitspezialitäten und die verzögerte Erholung beim Geschäft mit den Carbonfasern verantwortlich.

Von

dpa

Kommentare (6)

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coincidentia_oppositorum

30.04.2013, 21:30 Uhr

Was Frau Klatten betrifft, so sollte man sich nicht unbedingt an dem orientieren, was sie als zukunftsträchtig ansieht.
Sie hat sich bei Nordex bei einem Kurs von ca. 21 € eingekauft, wo diese Aktie heute steht, weiß jeder informierte Anleger. SGL Carbon ist auch nicht unbedingt der "Renner".
Frau Klatten macht ihr Ding, sie glaubt mit SGL und BMW unter Mitnahme von Synergieeffekten auf der Gewinnerstrasse zu fahren.
Ob das der Fall ist, bleibt abzuwarten.

Langfristig angelegte Strategien müssen nicht unbedingt in "goldener Morgenröte" ihr Ziel finden.

Account gelöscht!

30.04.2013, 22:40 Uhr

Ein "guter Unternehmer" will sein Unternehmen aufbauen und kauft deshalb Aktien.

Schon der Spruch "sell on good news" zeigt, dass die Zockerei sich nicht für gute Unternehmer gehört und sie mehr am Unternehmensgewinn verdienen als an den eigenen Aktien. Die kauft man nur, um das Unternehmen zu erwerben zur Gewinn-Erzielung nach Steuern.

Aller Respekt, Frau Klatten, Frauen wie Sie braucht Deutschland. Dann hätte ich sogar nichts mehr gegen eine Quote !!

coincidentia_oppositorum

30.04.2013, 23:01 Uhr

Ich habe mit meiner Einlassung nicht gesagt, dass Frau Klatten mit ihrer Strategie, Nordex, SGL, BMW im Rahmen einer Gesamtstrategie zusammenzuführen, doch noch als quasi-konzertierte- Aktion keine angestebten Erfolge erziehlen könnten, da die Carbon-Technik in der Tat sowohl für Nordex als auch für BMW "passen" kann, ich habe gesagt, es besteht keine Ganrantie dafür, dass das Konzept auch tatsächlich diese Erfolge garantiert.
Frau Klatten ist Unternehmerin und kennt Chancen und Risiken einer umfassenden Gesamtstategie.
Imponderabilien sind mit einiger Gewissheit Bestandteil dieser Strategie. Auch "goldene Morgenröten" werden ihre Berücksichtigungen gefunden haben.

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