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09.12.2013

14:34 Uhr

Millionengeschäft

Hochtief schließt Aktienrückkauf ab

Der Baukonzern Hochtief hält nach einem millionenschweren Aktienrückkauf nun wieder zehn Prozent der Anteile am eigenen Unternehmen. Nutznießer könnte davon könnte Hochtief-Großaktionär ACS werden.

Hochtief ist 2007 bei Aurelis eingestiegen. dpa

Hochtief ist 2007 bei Aurelis eingestiegen.

EssenDer Essener Baukonzern Hochtief hat seit Juni für fast 265 Millionen Euro eigenen Aktien aufgekauft und hält jetzt knapp zehn Prozent der eigenen Papiere. Das teilte das Unternehmen am Montag in Essen mit. Größter Nutznießer des Aktienrückkaufs ist nach Auffassung der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) der spanische Hochtief-Großaktionär ACS.

ACS verfügte bislang über einen eigenen Anteil von 49,9 Prozent an Hochtief. Doch ist dem Unternehmen wegen seiner Hauptversammlungsmehrheit nach einer Entscheidung der deutschen Börsenaufsicht BaFin auch der Aktienbesitz von Hochtief zuzurechnen. „Der Aktienrückkauf erhöht so den Anteil der Spanier, ohne das ACS selbst Geld in die Hand nehmen muss“, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler der Nachrichtenagentur dpa. Gleichzeitig profitierten die Spanier von den durch den Rückkauf steigenden Dividenden.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Der Konzern kann die Aktien nun einziehen und damit endgültig vom Markt nehmen, weiterverkaufen oder auch als Akquisitionswährung bei Firmenübernahmen verwenden. Hochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes betonte, bis jetzt sei hier noch keine Entscheidung getroffen. „Wir ziehen alle Optionen in Betracht.“

Von

dpa

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