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03.02.2004

13:49 Uhr

40 000 Unternehmen meldeten bundesweit Konkurs an

Sachsen-Anhalt bei Pleiten auf Platz eins

In Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr - gemessen an der Gesamtzahl der Unternehmen - die meisten Firmen Pleite gegangen, in Baden-Württemberg die wenigsten.

HB DÜSSELDORF. Von je 10 000 Unternehmen hätten in Sachsen-Anhalt 268 Insolvenz angemeldet, hieß es in einer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlichten Studie. In Baden-Württemberg seien es dagegen nur 80 gewesen. Im gesamten Bundesgebiet gingen 137 von je 10 000 Firmen pleite. In absoluten Zahlen stand Nordrhein-Westfalen an der Spitze der Pleiten-Statistik. Fast jede dritte Unternehmensinsolvenz in Deutschland wurde dem IW zufolge dort registriert. Insgesamt meldeten in Deutschland fast 40 000 Unternehmen Konkurs an und damit etwa 2000 mehr als 2002.

Der IW-Studie zufolge betreffen acht von zehn Insolvenzen Kleinunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten. Weniger als 2 % der Pleitiers sind Mittelständler mit 50 bis 100 Angestellten, nur jedes hundertste zahlungsunfähige Unternehmen zählte mehr als 100 Mitarbeiter. Etwa 14 % der insolventen Unternehmen waren nicht älter als zwei Jahre und weitere 18,5 % nicht älter als vier Jahre.

Auch die Firmenpleiten im Nachbarland Schweiz nehmen zu. Die Zahl der Firmenpleiten hat im vergangenen Jahr bei den Eidgenossen den zweithöchsten Stand seit Beginn der Erhebungen erreicht. Wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mitteilte, gingen 4 539 Firmen Konkurs. Das waren 13,4 % mehr als im Vorjahr und fast so viele wie im bisherigen Rekordjahr 1997, als 4 552 Pleiten gemeldet worden waren.

Die Zahl der Privatkonkurse stieg gleichzeitig um 7,1 % auf 5 140. Das ist der höchste Stand seit dem In-Kraft-Treten eines neuen Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes.

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