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02.01.2012

07:34 Uhr

Altersvorsorge

Freiberufler lehnen Versicherungspflicht ab

ExklusivDer Bundesverband der Freien Berufe sieht keine positiven Effekte einer Vorsorgepflicht für Selbständige. Die nötige Eigenverantwortlichkeit würde dadurch weiter abnehmen, sagte BFB-Hauptgeschäftsführer Metzler.

Rentner sitzen auf einer Parkbank. dpa

Rentner sitzen auf einer Parkbank.

BerlinDer Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat sich gegen eine Versicherungspflicht für Selbstständige ausgesprochen. „Den Selbstständigen sollte es offen stehen, selbst zu entscheiden, wie sie vorsorgen und in welchem Umfang sie vorsorgen können“, sagte BFB-Hauptgeschäftsführer Arno Metzler dem Handelsblatt.

Natürlich sollte der Staat weitere Anreize zur privaten Vorsorge setzen. „Wir haben aber die Sorge, wenn es zur Pflicht wird, dass dann die Eigenverantwortlichkeit weiter nachlässt und nur noch in den geforderten Grenzen vorgesorgt wird“, sagte Metzler, dessen Verband rund eine Million Freiberufler mit 2,9 Millionen Beschäftigten vertritt.

Laut Metzler bringe eine Vorsorgeverpflichtung keinen Gewinn. „Der mangelnde Ertrag ist bei denjenigen, die heute nicht vorsorgen, regelmäßig die Ursache“, so Metzler. Eine Pflichtversicherung für Selbstständige, die an kein obligatorisches Alterssicherungssystem gebunden ist, sei grundsätzlich abzulehnen.

Kommentare (14)

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Gung Bong

02.01.2012, 08:36 Uhr

Erst zerschlagen die Versicherer mit Hilfe korrupter Politiker das Solidarsystem, senken drastisch die Freibeträge für Finanzanlagen und jetzt wollen diese Blutsauger auch noch die berufsständischen Versorgungswerke ausplündern. Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht - das Maß ist voll!

B.Giertz

02.01.2012, 08:59 Uhr

Es gibt nun einmal viele Selbstständige und auch Scheinselbstständige
bei denen es gerade mal so eben zum leben reicht, einige sind sogar Aufstocker.
Da nützt auch eine Versicherungspflicht nichts !
Soweit muss man Herrn Metzler recht geben !!

Zitat:
Eine Pflichtversicherung für Selbstständige, die an kein obligatorisches Alterssicherungssystem gebunden ist, sei grundsätzlich abzulehnen.

Daraus folgt logischerweise, dass die Selbstständigen ab einer festzulegenden
Verdienstgrenze auch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssten!

nikmax1

02.01.2012, 09:14 Uhr

Man spricht hier doch von Freiberuflern, der Rechtsanwalt und Arzt, also nicht der Installateur.

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