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27.12.2013

14:32 Uhr

Ausblick 2014

Mittelstand schafft Hunderttausende Stellen

Der Optimismus unter Deutschlands Mittelständlern ist groß: Ihrem Verband BVMW zufolge werden im kommenden Jahr bis zu 250.000 neue Stellen schaffen und 20 bis 30 Milliarden Euro mehr investieren.

Gute Nachrichten für den Mittelstand: Mehr als ein Drittel der Firmen wollen im nächsten Jahr zusätzlich Mitarbeiter einstellen, knapp ein Drittel mehr investieren als 2013. dpa

Gute Nachrichten für den Mittelstand: Mehr als ein Drittel der Firmen wollen im nächsten Jahr zusätzlich Mitarbeiter einstellen, knapp ein Drittel mehr investieren als 2013.

BerlinDie mittelständischen Unternehmen werden nach Darstellung ihres Verbandes BVMW im kommenden Jahr voraussichtlich bis zu 250.000 neue Stellen schaffen und 20 bis 30 Milliarden Euro mehr investieren. „Der Mittelstand sorgt auch 2014 verlässlich für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland“, versprach der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, am Freitag in Berlin.

„Die Unternehmer gehen mit großem Optimismus in das neue Jahr.“ Die wirtschaftspolitischen Pläne der schwarz-roten Regierung sehen die Mittelständler allerdings überwiegend kritisch. Dass bei einer Verbands-Umfrage fast 86 Prozent der Befragten bemängelten, dass im Koalitionsvertrag die Mittelstands-Belange ungenügend berücksichtigt seien, nannte Ohoven alarmierend.

Bei einigermaßen wachstums- und investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen hält Ohoven eine gesamtwirtschaftliche Wachstumsrate in Deutschland von 1,8 Prozent im nächsten Jahr für realistisch. Eine repräsentative Umfrage unter mehr als 3300 Unternehmern habe ergeben, dass mehr als 90 Prozent der kleinen und mittleren Firmen ihre Geschäftslage als gut oder besser einschätzten.

Mehr als ein Drittel der Firmen wollen im nächsten Jahr zusätzlich Mitarbeiter einstellen, knapp ein Drittel mehr investieren als 2013. Auf Basis dieser Zahlen rechnet Ohoven mit Investitionen von 180 bis 190 Milliarden Euro nach 160 Milliarden Euro im Vorjahr. Nahezu vier von zehn Firmen gingen für das erste Halbjahr von einem Umsatzanstieg aus.

Voraussetzung für diese Aussichten seien allerdings wachstumsfreundliche Rahmenbedingungen sowie die Annahme, dass die Euro-Schuldenkrise nicht wieder an Fahrt gewinne. „Sollte sie wieder aufflammen, können sie sämtliche Prognosen von mir in den Papierkorb schmeißen“, sagte Ohoven.

Ohoven verlangte von der neuen Regierung den Einstieg in einer Steuerreform und als ersten Schritt dabei eine Steuerfreistellung für alle in einem Betrieb verbleibenden Gewinne. Die Pläne für einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland könnten gerade in strukturschwachen Gebieten Hunderttausende Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich kosten. Der BVMW vertritt nach eigenen Angaben rund 270.000 Unternehmen im Mittelstand mit neun Millionen Beschäftigten.

Von

rtr

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