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04.01.2007

08:01 Uhr

Basel II läuft an

Die Fragen der Banken zwingen zur Disziplin

Seit dem 1. Januar sind die Basel-II-Vorschriften in Kraft, die für die Banken die Eigenkapitalunterlegung von Krediten regeln. Die neuen Bonitätsnoten verlangen stete interne Kontrollen. Doch vor den neuen Anforderungen sollten Unternehmer nicht zurückschrecken, sondern die Chancen eines guten Ratings sehen. Beim erfolgreichen Bestehen hilft eine Software.

pk FRANKFURT. Um die Ausfallrisiken besser einschätzen zu können, werden die Unternehmen von den Banken zukünftig kontinuierlich nach ihrer langfristigen Unternehmensstrategie und -planung, dem Vorhandensein eines effektiven Risikomanagementsystems und eines wirksamen Controllings gefragt werden. Zwar gibt es Übergangsfristen, in der Realität dürften die meisten Unternehmen aber schon mit der neuen Welt der Bonitätsnoten konfrontiert worden sein. Dabei gilt: Vor den neuen Anforderungen sollten Unternehmer nicht zurückschrecken und vielmehr die Chancen sehen. Denn letztlich können Mittelständler ihre Stärken herausstellen und mit guten Ratings ihre Finanzierungskonditionen verbessern.

„Rating ist kein Hexenwerk und muss den Unternehmen keine Angst machen“, meint Jörg Uwer von der auf den Mittelstand spezialisierten Beratungsgesellschaft Concilios. Ein erfolgreiches Bestehen einer Rating-Evaluierung bedürfe zwar einer kontinuierlichen und intensiven Vorbereitung, könne aber in der Regel mit den bestehenden Ressourcen dargestellt und mittels einer speziellen Software in die betrieblichen Abläufe integriert werden.

Concilios bietet mit der Software „RiskQ“ ein solches Werkzeug, mit dem Unternehmen anhand von Fragen- und Bewertungskatalogen eine Selbstanalyse und eine eigene Einschätzung ihres Ratings und ihrer Risiken vornehmen können. Einige Banken, darunter die Düsseldorfer WGZ-Bank und die Commerzbank, bieten ebenfalls Werkzeuge für eine Selbstanalyse an.

Ein zentrales Thema beim Rating ist auch das Risikomanagement, erklärt Concilios-Partner Uwer. Alleine durch die Einrichtung einer umfassenden Risikosteuerung könne die Gefahr eines Kreditausfalls reduziert und das Rating unmittelbar verbessert werden, sagt Peter Reichling, Professor an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, der „geistiger Vater“ von „RiskQ“ ist.

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